Progress-Frachter bringt mit Verspätung Nachschub zur Raumstation ISS

Eine russische Progress-Kapsel hat nach einem verschobenen Start rund 2,5 Tonnen Nachschub zur Raumstation ISS geliefert.

Progress-Frachter bringt mit Verspätung Nachschub zur Raumstation ISS

Moskau (dpa) - Eine russische Progress-Kapsel hat nach einem verschobenen Start rund 2,5 Tonnen Nachschub zur Raumstation ISS geliefert. Der Frachter «Progress-MS-07» dockte am Montag automatisch am Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde an, wie die Flugleitzentrale bei Moskau der Agentur Tass zufolge mitteilte. Die russischen Kosmonauten Sergej Rjasanski und Alexander Missurkin überwachten das Manöver von innen.

Der Transporter mit Wasser, Treibstoff und Ausrüstung für Experimente war am Samstag vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan mit einer Sojus-Rakete gestartet. Der Flug dauerte planmäßig zwei Tage.

Eigentlich sollte der Raumfrachter bereits am Donnerstag zur ISS aufbrechen. Ursprünglich wollte die Raumfahrtbehörde Roskosmos dabei erstmals eine kürzere Flugbahn testen, bei der das Raumschiff schon nach zwei Erdumrundungen innerhalb von drei Stunden an der Station festmachen soll. Aus technischen Gründen wurde der Flug aber verschoben und die längere Flugbahn gewählt. Der bislang schnellste Weg zur ISS dauert derzeit etwa sechs Stunden. Derzeit arbeiten in dem fliegenden Labor drei Amerikaner, zwei Russen und ein Italiener.



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