Verhandlungen zwischen USA und Kanada über Nafta-Nachfolge

Kanada will mit den USA kein neues Freihandelsabkommen mit Nachteilen unterzeichnen.

Verhandlungen zwischen USA und Kanada über Nafta-Nachfolge

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat sich über die Verhandlungen zwischen den USA und Kanada über ein nachfolgendes Nafta-Freihandelsabkommen geäußert. Seinen Angaben zufolge, wird Trudeau mit den USA kein neues Freihandelsabkommen signieren, das Kanada benachteiligt.

Die kanadische Delegation unter Vorsitz der Außenministerin Chrystia Freeland befinde sich mit den USA in einer unerbittlichen Verhandlung um eine Nafta-Nachfolge. Sie würden jeden Tag daran arbeiten, um ein für kanadische Arbeiter, Kanadier und Kanada vorteilhaftes Abkommen zu unterzeichnen, womit auch die Interessen Kanadas gewahrt werden.

Im Zusammenhang mit den Kritiken, wonach Kanada gegenüber den USA Geständnisse gemacht habe, sagte der Premierminister, er werde keine Nafta-Nachfolge unterzeichnen, die Nachteile für Kanada enthält. Es werde keinen Sinn haben, ein Abkommen zu unterzeichnen, das den Kanadiern keine neuen Arbeitschancen bietet und Nachteile enthält.

Die Delegationen beider Länder würden in Washington über die Regelung des Handels von Milchprodukten und anderen arbeiten.

Die USA würden einen größeren Zugang zu den Märkten von Milchprodukten, Musik, TV und Kino Sektoren verlangen. Kanada aber bestehe weiter auf die Wahrung seines Handelssystems, das mit eigenen Regeln funktioniere. Die von Kanada auf Milchprodukte aus den USA angesetzte Zollsteuer bis zu 300% gehöre zu den umstrittensten Themen bei den Nafta-Verhandlungen.

Durch das vor 24 Jahren unterzeichnete Freihandelsabkommen Nafta zwischen den USA, Mexiko und Kanada war jährlich ein Handelsvolumen in Höhe von einer Billion Dollar verwirklicht worden.

Im Rahmen der Verhandlungen der Nafta-Nachfolge hatten sich die USA und Mexiko am 27. August geeinigt. US-Präsident Donald Trump hatte gesagt, wenn Kanada das Abkommen nicht signieren sollte, würden die USA mit Mexiko voranschreiten.

In diesem Zusammenhang hatte Trump zusätzliche Steuern auf Fahrzeuge angekündigt, die in Kanada hergestellt werden.



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