Weltpresse: 21.04.2017

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Weltpresse: 21.04.2017

Der US-Auslandssender Voice of America berichtet unter dem Titel „die mögliche Aussetzung des Flüchtlingsabkommens macht Europa Angst“, die Türkei habe die Europäische Union zur Einhaltung der gegeben Versprechen aufgerufen. Unter den EU-versprechen würden sich Visa-Freiheit für türkische Bürger sowie Finanzhilfen für die Flüchtlinge befinden. Die EU versuche mit verschiedenen Vorwänden ständig von ihren Versprechen abzulenken. Gleichzeitig könne die EU das Risiko nicht ignorieren, dass Europa mit einer neuen Flüchtlingswelle konfrontiert werden könne, wenn die Türkei die Schleusen öffnen sollte. Türkische Funktionäre hätten zuvor angekündigt, nach dem Referendum am 16. April mit europäischen Zuständigen Gespräche aufzunehmen. Staatspräsident Erdogan hingegen habe erklärt, wenn erforderlich könne die Türkei auch über die EU-Mitgliedschaft ein Referendum abhalten.

Die französische Zeitung Le Monde schreibt unter dem Titel „Europa gibt gegen die Türkei nach“, in zahlreichen EU-Ländern mache sich im Zusammenhang mit den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ein Optimismus breit. Denn sie wollen nicht, dass Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der der EU Heuchelei und eine Abneigung gegen eine EU-Mitgliedschaft der Türkei vorwirft, Recht behält. Erdogan habe nun  ein mögliches Referendum über die EU-Mitgliedschaft der Türkei angedeutet. Die größte Angst Europas sei eine Aussetzung des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei. Die Türkei habe ihre Versprechen im Zusammenhang mit den Flüchtlingen angehalten und wolle nun dasselbe von Europa. Das Flüchtlingsthema sei für Europa ein großes Risiko. Deshalb seien europäische Politiker bei ihren Kommentaren über die Türkei sehr vorsichtig.  

Das britische Wirtschaftsmagazin The Economist meldet unter dem Titel „Türkei ist für Investitionen sehr attraktiv“, die positiven Reaktionen an den Märkten nach dem Verfassungsreferendum würden anhalten. Nach dem 16. April hätten die Türkische Währung, die Börse und Staatsanleihen noch mehr Stabilität erhalten. Die Investoren würden nun in eine sichere Zukunft blicken und seien sich über ein großes Wirtschaftswachstum in der Türkei einig.


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