Abbas bezeichnet US-Botschaft als „jüdisches Siedlungsgebiet“

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die US-Botschaft in Jerusalem als ein neues „jüdisches Siedlungsgebiet“ bezeichnet.

Abbas bezeichnet US-Botschaft als „jüdisches Siedlungsgebiet“

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die US-Botschaft in Jerusalem als ein neues „jüdisches Siedlungsgebiet“ bezeichnet. Zudem rief Abbas die internationale Gemeinde zu einem Stopp des Massakers durch Israel in Gaza auf.

Die palästinensische Führung trat unter Leitung von Abbas in Ramallah im Staatspräsidentenpalast zusammen. Nach dem israelische Soldaten 55 Palästinenser in Gaza erschossen hatten, rief Palästinenserpräsident Abbas eine dreitätige Trauer aus und rief am 70. Gedenktag an die „Nakba“ (Große Katastrophe) zu großräumigen Streiks auf.

Nach den Worten von Abbas, betreibe Israel im besetzten Gaza und Westjordanland ein Massaker gegen das palästinensische Volk. „Die zionistische Terrororganisation hat in 1948 das palästinensische Volk von seinem eignen Boden vertrieben“, sagte der Palästinenserpräsident.

Die USA hätten ihre Vermittlerrolle bei den Friedengesprächen zwischen den Israelis und den Palästinensern verloren. Zudem bezeichnete Abbas die gestern eröffnete US-Botschaft in Jerusalem als ein „neues jüdisches Siedlungsgebiet“. In der Vergangenheit hätten die USA Israel bei dem Bau von neuen Siedlungsgebieten auf palästinensischem Boden unterstützt, in der Gegenwart indessen würden selber daran teilhaben.  

Israel sei darum bemüht historische Tatsachen zu verzerren, aber damit könne die Wahrheit, das es sich hierbei um palästinensischen Boden handelt, nicht zunichte gemacht werden. Der Widerstand der Palästinenser werde bis zur Gründung eines eigenständigen palästinensischen Staates fortbestehen, betonte Abbas.

Ferner rief der Palästinenserpräsident die internationale Gemeinde dazu auf, Israel angesichts der Gewaltanwendung bei friedlichen Protesten zu stoppen und das palästinensische Volk zu schützen.



Nachrichten zum Thema