Einsatz von Sarin in Syrien „unbestreitbar"

Beim Giftgaseinsatz in Idlib ist das Nervengas Sarin eingesetzt worden.

Einsatz von Sarin in Syrien „unbestreitbar"

 

Beim Giftgaseinsatz in Idlib ist das Nervengas Sarin eingesetzt worden. Das geht aus dem Experten-Bericht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) nach der Auswertung der Proben aus dem Gebiet hervor.

Der OPCW-Chef Ahmet Üzümcü sagte bei seiner Informierung der Verwaltungsratsmitglieder der Organisation, das Expertenteam habe Proben von drei Todesopfern in zwei getrennten Labors analysiert. Dabei sei der Einsatz des Nervengases Sarin oder ähnlicher Substanzen nachgewiesen worden.

Außerdem seien Proben von sieben Patienten, die weiterhin in Krankenhäuser unter Behandlung stehen würden, entnommen worden, die ebenfalls in zwei Labors untersucht wurden. Auch hier sei das Ergebnis nicht anders.

Zudem erklärte Üzümcü, das Expertenteam habe gemäß den Anweisungen des OPCW-Verwaltungsrats und dem entsprechendem UN-Beschluss die Untersuchungen durchgeführt. Das Team habe sein volles Vertrauen.

Die erste Laboranalyse weise den Einsatz des Nervengases Sarin oder einer ähnlichen Substanz auf. Auch wenn noch weitere Analysen folgen würden, so sei der Befund „unbestreitbar“.

Bei einem Giftgaseinsatz durch das Assad-Regime am 4. April im syrischen Ort Khan Seikhoun waren über 100 Zivilisten ums Leben gekommen und 500 Personen litten an den Folgen des Gases.



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