Russland sieht US-Vorschlag von Syrien-Flugverbotszonen skeptisch

Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow hat US-Vorschlägen von Flugverbotszonen über bestimmten Gegenden in Syrien eine Absage erteilt.

Russland sieht US-Vorschlag von Syrien-Flugverbotszonen skeptisch

Moskau (dpa) - Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow hat US-Vorschlägen von Flugverbotszonen über bestimmten Gegenden in Syrien eine Absage erteilt. «Diese Initiative ist zumindest im Moment nicht umsetzbar», sagte Rjabkow am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Zunächst müssten die USA und ihre Partner Druck ausüben «auf jene Kräfte, die denken, dass nur Krieg das Problem lösen kann». Moskau sei derzeit nicht überzeugt, dass die Ideen von US-Außenminister John Kerry funktionieren könnten.

Russland wolle am Syrienabkommen mit den USA festhalten, betonte Rjabkow. «Wir sehen die Vereinbarung als alternativlos. Natürlich sind aber die Chancen auf die Umsetzung des Abkommens gesunken.» Er widersprach erneut Vorwürfen, russische Kampfbomber hätten einen UN-Konvoi bei Aleppo zerstört. «Wir weisen das entschieden zurück. Die Erklärungen sind unannehmbar», sagte der Vizeaußenminister.

Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte am Mittwoch die Entsendung des russischen Flugzeugträgers «Admiral Kusnezow» ins östliche Mittelmeer angekündigt. «Derzeit besteht der dortige Verband aus mindestens sechs Kampfschiffen und bis zu vier Versorgungsschiffen», teilte er mit. Anatoli Sitnow vom Verteidigungsministerium sagte, die «Admiral Kusnezow» sei «faktisch eine zweite Luftwaffenbasis».



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