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Öko-Politik (2018-47)

Die Rolle von Turkish Stream für die Türkei auf ihrem Weg zu einem Energiehandelszentrum.

Öko-Politik (2018-47)

Die Rolle von Turkish Stream  für die  Türkei auf ihrem Weg zu einem Energiehandelszentrum.

 

Eine Bewertung von Prof. Dr. Erdal Tanas KARAGÖL Lehrkraft der Wirtschaftswissenschaften an der politischen Fakultät der Yıldırım Beyazıt Universität.        

 

Anfang der Woche fand mit der Teilnahme von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Zeremonie zur Fertigstellung des Unterwasser-Abschnitts des Erdgaspipeline-Projekts Turkish Stream statt, das im Jahr 2019 in Betrieb genommen werden soll. Das russische Gas soll über zwei Stränge auf dem Schwarzmeerboden über die Türkei nach Europa transportiert werden. Anlässlich der Fertigstellung des Unterwasser-Abschnitts von Turkish Stream fand eine Zeremonie statt, bei der die Wirtschaftsbeziehungen und die Energiekooperation zwischen den beiden Ländern von der Vergangenheit bis zur heutigen Zeit bewertet wurden. Turkish Stream ist ein Projekt, die in Folge der politischen und wirtschaftlichen Probleme zwischen Russland und der Ukraine ins Leben gerufen wurde. Es ist ein äußerst wichtiges Projekt, das zu einer Richtungsänderung des regionalen Energiehandels führte.

 

Jährlich sollen 31,5 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas in die Türkei transportiert werden. Das Projekt wird der Türkei eine andere Alternative beim regionalen Energiehandel bieten.

 

Die Beteiligung der Türkei an wichtigen Punkten der Energieversorgung der Welt wird von Tag zu Tag die strategische Bedeutung der Türkei in ihrer Region steigern. Die Länder müssen alternative Energietransferrouten entwickeln, um den ständig steigenden Energiebedarf zu decken. Die Bedeutung der Nachfragesicherheit ist auch wichtig, wenn das Thema Energieversorgungssicherheit wichtig ist. Daher legen die Länder auch Wert auf die Streckensicherheit, um sichere Nachfragestellen beim Transfer von Ressourcen zu erreichen.

 

Nach der heftigen Krise zwischen Russland und der Ukraine im Jahr 2014 plante man den Erdgastransfer nach Europa über die Türkei. Mit Turkish Stream soll über das westliche Pipeline-Netz also über die Türkei künftig russisches Erdgas nach Europa transportiert werden. Mit diesem Netz wird der Standort der West-Pipeline ersetzt. Das betreffende Projekt ist ein Hinweis darauf, dass die Türkei in der Region bei der Energieversorgungssicherheit  von kritischer Bedeutung ist.

 

Heute hat das Erdgaspipeline-Projekt Turkish Stream über die Türkei das Festland erreicht. Geplant ist, dass nach Abschluss der Bauarbeiten in der  türkischen Ortschaft Kıyıköy bei Kırkalareli im Jahr 2019 Erdgas transportiert wird.

 

Das Pipeline-Netz hat eine Kapazität von 31,5 Milliarden Kubikmetern und die Türkei spielt bei der Erdgasnachfrage Europas eine wichtige Rolle. Gegenwärtig schreitet das Projekt mit zwei Strängen voran. Einer dieser Stränge wird mit dem türkischen Netz verbunden werden und mit dem anderen Strang soll das Erdgas nach Europa verteilt werden.

 

Die Kapazität des Projekts ist wichtig bei der Deckung des türkischen Erdgasbedarfs. Die Erdgasvorkommen, die die Marmararegion für das hohe industrielle Produktionsvolumen benötigt, werden durch diese Pipeline gedeckt werden.

 

 

Diese Situation zeigt sich deutlich in der Entwicklung neuer Kooperationen und der Erhöhung der Handelsvolumenziele. In der kommenden Zeit gehört die Steigerung des Handelsvolumens mit Russland auf 100 Milliarden US-Dollar zu den wichtigsten Erwartungen. Darüber hinaus muss man die Zusammenarbeit mit Russland zum Bau des ersten Atomkraftwerks Akkuyu in der Türkei unterstreichen, dessen Bau anhält.

 

Das Erdgaspipeline-Projekt Turkish Stream hat heute eine wichtige Hürde genommen und die Türkei schreitet mit sicheren Schritten ihrem Ziel zu einem Energiehandelszentrum und ein wichtiger Akteur in der regionalen Energiegleichung zu werden, entgegen.

 

 

 

 



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