Öko-Politik (2018-37)

Die Entwicklungen in der türkischen Wirtschaft und die Wachstumsrate des zweiten Jahresquartals.

Öko-Politik (2018-37)

Die Entwicklungen in der türkischen Wirtschaft und die Wachstumsrate des zweiten Jahresquartals.

Prof. Dr. Erdal Tanas KARAGÖL 

 

 Eine Bewertung von Prof. Dr. Erdal Tanas KARAGÖL Lehrkraft der Wirtschaftswissenschaften an der politischen Fakultät der Yıldırım Beyazıt Universität.              

 Die türkische Wirtschaft ist im zweiten Jahresquartal zum Vorjahresvergleich um 5,2 Prozent gewachsen. Das ist das siebte Quartal des Wachstumserfolgs in Folge in der türkischen Wirtschaft. Nach einem Wachstum von 7,3 Prozent im ersten Quartal 2018, zeigt das zweite Quartal, dass der Wachstumstrend im ersten Quartal einen gewissen Abwärtstrend aufweist. Eigentlich sind diese Wachstumsraten die ersten Anzeichen für Wachstum für die zweite Hälfte des Jahres und für das ganze Jahr 2018. Angesichts dessen kann man sagen, dass dieser Trend positiv zum Wachstum des Wachstums im zweiten Quartal 2018 beitragen wird. Natürlich haben die spekulativen Angriffe auf die türkische Wirtschaft in jüngster Zeit zum starken Anstieg des Wechselkurses geführt und man darf gespannt sein, welche Reaktionen die Maßnahmen des  Geldpolitischen Ausschusses, der in dieser Woche wegen der Bewegungen des Wechselkurses zusammentreten wird, auslösen werden. Darüber hinaus ist es notwendig darüber zu diskutieren, welche Auswirkungen all diese Entwicklungen in der Wirtschaft in der Juli-August-September-Periode auf die Wachstumszahlen des dritten Quartals haben werden.

 

Betrachtet man die Wachstumsraten im zweiten Quartal, so zeigt sich, dass sich die Konsum- und Investitionsraten etwas schrumpfen. Trotz der Schrumpfung der Wirtschaft ist es bemerkenswert, dass die Binnennachfrage immer noch einen wichtigen Platz in seiner Zusammensetzung einnimmt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Exporte um 4,5 Prozent. Die Importe stiegen dagegen im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 0,3 Prozent.

 

In einer Zeit, in der der globale Handel eine gewisse Kontraktion erleben wird, kann man sagen, dass die Außenhandelsleistung der türkischen Wirtschaft enorm wichtig ist.

Wenn die türkische Wirtschaft im Jahr 2018 beim Export neue Erfolgsgeschichten schreibt, kann das Wachstumsmodell zur Verringerung des Leistungsbilanzdefizits der türkischen Wirtschaft führen. Dieses Modell kann zum Erreichen des angestrebten stabilen Wachstums der türkischen Wirtschaft verhelfen.

 

.Auf der anderen Seite können wir sagen, wenn wir die Wachstumsraten in Bezug auf die Aktivitäten auswerten, dass die Landwirtschaft mit 1,5% Rückgang, der Dienstleistungssektor mit 8%, die Industrie mit 4,3% und das Baugewerbe mit 0,8% eine schwache Leistung hingelegt haben. Außerdem hat die türkische Wirtschaft mit einem Wachstum von 5,2 Prozent im zweiten Quartal unter den OECD-Staaten den Spitzenplatz erreicht und unter den EU-Staaten Platz zwei.

 

In der zweiten Jahreshälfte 2018 wird sich Wirtschaftswachstum im dritten und vierten Quartal vollziehen und  die Auswirkungen des Kursverlaufs deutlich zu spüren sein. Die bekanntgegeben Wachstumszahlen des zweiten Jahresquartals zeigen, dass die türkische Wirtschaft in eine Gleichgewichtsperiode eingetreten ist. Daher sollte betont werden, dass es äußerst wichtig ist, die wirtschaftliche und politische Dynamik auf nationaler und globaler Ebene im Gleichgewicht zu halten und gleichzeitig das derzeitige wirtschaftliche Gleichgewicht im Kampf gegen geopolitische Risiken und den spekulativen Angriffen, denen wir ausgesetzt sind, zu gewährleisten.

 

Außerdem sind in diesem Zeitraum, in dem die Wechselkurse extrem hoch sind, Maßnahmen mit geldpolitischen Instrumenten ergriffen worden, um die negativen Auswirkungen des Wechselkursanstiegs auf Makroökonomien zu beseitigen.

 

Die Erwartungen des mittelfristigen Programms sind gestiegen, wo die neuen Ziele für die makroökonomische Indikatoren und die Umsetzung der Politiken zur Erreichung dieser Ziele festgelegt werden.

 

Jetzt sind alle Augen auf das Mittelfristige Programm gerichtet, in dem makroökonomische Indikatoren festgelegt werden, die sowohl mit der Finanzpolitik als auch mit der Geldpolitik vereinbar sind.

 



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