Öko-Politik (2018-35)

Handelskriege und die Suche nach der Richtung der globalen Wirtschaft.

Öko-Politik (2018-35)

Handelskriege und die Suche nach der Richtung der globalen Wirtschaft

Prof. Dr. Erdal Tanas KARAGÖL

 

Die Weltwirtschaft durchläuft im Schatten von Handelskämpfen und US-Sanktionen eine äußerst lebhafte Zeit. Wir sehen, dass die gegenwärtige Spannung im Welthandel und die Strategie sowie die wirtschaftliche Macht der USA, die sie mit dem Dollar erlangt hat, als politisches Instrument zu nutzen, weitergehen. Diese Haltung der USA zeigt, dass die Reaktionen der Länder, die den Sanktionen ausgesetzt sind, während die überlegene Hegemonie beibehalten wird, dass die Akteure der Weltwirtschaft, gegenüber der US-Hegemonie bereit sind ihre Zusammenarbeit auszubauen und strategische Partnerschaften zu bilden.

Wie die Akteure auf der internationalen Bühne, allen voran die Türkei diesen Prozess steuern werden, ist ein sehr wichtiges Thema. Denn die Kombination von globalen Ungewissheiten mit kommerziellen Spannungen ist ein großes Hindernis für die Richtung sowohl der Länder als auch der internationalen Investoren.

 

Eine Bewertung von Prof. Dr. Erdal KARAGÖL Lehrkraft der Wirtschaftswissenschaften an der politischen Fakultät der Yıldırım Beyazit Universität

 

In der Zeit der Hochspannung in der internationalen Wirtschaft, gehört auch die Türkei zu den Ländern, die den US-Wirtschaftssanktionen ausgesetzt ist.

Die Entscheidungen der USA, die Zollsteuer für den Import von Stahl und Aluminium aus der Türkei zu verdoppeln, ist ein klares Zeichen, dass sie den Handelskrieg auf die Türkei ausweiten wollen.

 

Auf der anderen Seite erlebten der Anstieg des Dollarkurses in kurzer Zeit und die fehlende Erklärung in diesem Fall im Hinblick auf die wirtschaftlichen Indikatoren, was darauf hindeutet, dass die USA im Finanzbereich einen Wirtschaftskrieg gegen die Türkei fortsetzen wollen. Selbstverständlich wird die Türkei angesichts dieser Sanktionen  sowohl aufgrund ihrer strategischen Position als auch ihren starken makroökonomischen Indikatoren, ihre Bemühungen, zuerst in ihrer Region dann in der internationalen Arena die Zusammenarbeit und den Dialog auszubauen, verstärken, um die größtmöglichen Schäden für die Wirtschaft zu reduzieren.

 

Wenn wir auf Russland einen Blick werfen, einen der wichtigen Akteure der Region, ist auffallend, dass in letzter Zeit wichtige Schritte unternommen wurden, um die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu vertiefen.

 

Russland, das auch zu den Ländern gehört, die den US-Sanktionen ausgesetzt ist, hat heute eine enge Partnerschaft zur Türkei. Heutzutage umfasst die Agenda der russischen Wirtschaft auch Maßnahmen zur Beseitigung der Auswirkungen der  Sanktionen auf die Wirtschaft und dass der Rubel nicht abgewertet wird. Mit anderen Worten gesagt, suchen beide Länder nach Lösungen für die Probleme, die der US-Faktor in der Weltwirtschaft verursacht. Eigentlich ist jeder Schritt im Bereich Handel und Finanzen, der in diesem Zusammenhang in den bilateralen Beziehungen eine sehr wichtige Rolle spielt, von entscheidender Bedeutung. Daher müssen in der nächsten Zeit konstruktive und nachhaltige Maßnahmen ergriffen werden, um Partnerschaften im Finanzbereich zu schaffen und das Handelsvolumen zu verbessern.

 

 

Der Iran ist ein weiteres Land gegen die, die  USA Sanktionen verhängt hat und eine Wirtschaftsblockade durchführt. Nach dem die USA das Atomabkommen mit dem Iran einseitig aufgekündigt haben,  haben sie von den anderen Vertragsparteien die gleiche Haltung erwartet, aber eine klare Haltung der Länder konnten sie nicht erkennen. In diesem Zusammenhang wurde beobachtet, dass, obwohl die politische Reaktion der europäischen Länder ausblieb, der private Sektor sich vom iranischen Markt zurückgezogen hat.

 

Letztendlich dürften diese Sanktionen auch Europa treffen.

Da die Türkei und Russland enge Handelsbeziehungen zu Europa pflegen, ja sogar die eine integrierte Struktur mit der europäischen Wirtschaft haben, scheint es schier unmöglich, dass bei einem auftretenden Problem, die  europäische Wirtschaft davon nicht betroffen wird. Es ist also daher  sinnvoll, in der nächsten Zeit enge Kontakte zu europäischen Ländern zu haben.

 

Am 7. September wird in Teheran der Dreiergipfel zu Syrien zwischen Russland, Iran und der Türkei stattfinden. Man erwartet, dass neben dem Astana-Prozess und der Syrienkrise, Handels- und Wirtschaftssanktionen auf der Tagesordnung stehen werden.

 

Die entwickelten Strategien dieser drei Akteure, die den Sanktionen ausgesetzt sind, werden vielleicht einen Ausweg auf der Suche nach einer neuen Ordnung in der Wirtschaft bringen.



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