Nationale Projekte in der Verteidigung (2018-01)

Geschichte der einheimischen und nationalen Flugzeuge im Verteidigungssektor: Hürkuş und andere

Nationale Projekte in der Verteidigung (2018-01)

Die Ergebnisse der wichtigen Schritte in der Verteidigungsindustrie der vergangenen Jahre hat die Türkei bei den jüngsten Militäroperationen gesehen. Beim Kampf gegen Terrororganisationen im Landesinneren und bei den erfolgreichen Operationen im Ausland, die mit der Operation „Schutzschild Euphrat“ begonnen haben und der Operation „Olivenzweig“ fortgesetzt werden, wurden einheimische und nationale Verteidigungsprodukte eingesetzt. Die neuen Waffen, Drohnen, bewaffnete Drohnen, die Wartungs- und Reparaturarbeiten zur Fortsetzung der Operationen erweckten das Interesse der ganzen Welt. Die Türkei, die früher in der Verteidigungsindustrie zum Großteil an das Ausland angewiesen war, produziert gegenwärtig nationale Schiffe, Panzer, Radargeräte, Drohnen, Waffen und schickt nationale Satelliten ins All. Der in der Verteidigungsindustrie erreichte Punkt ist das Resultat der Unternehmen in der Verteidigungsindustrie sowie der Beiträge des Personals in den militärischen Unternehmen und vor allem auf die gute Verwaltung der unternommenen Schritte der letzten 15 Jahre.  

 

Nuri Demirağ: „Der Siegesadler ist auf dem Flugzeugflügel gelandet“

Wenn wir uns die Vergangenheit der türkischen Verteidigungsindustrie betrachten, dann sehen wir, dass trotz Bemühungen und Opferbereitschaft die Verteidigungsindustrie von den Verwaltern nicht ausreichend unterstützt worden ist. Die 1930er Jahre. Der Lebenslauf des damals bedeutenden Unternehmers, Nuri Demirağ zeigt uns, wie die einheimisch-nationale Verteidigungsindustrie vernachlässigt worden ist. Er baute im ganzen Land Eisenbahnverbindungen und setzte zahlreiche Projekte zur Entwicklung der Türkei um. In 1939 produzierte er Flugzeuge und eröffnete eine Flugschule, an der dutzende Piloten ausgebildet wurden. Nuri Demirağ sagte: „Der Sieg ist nicht an der Spitze des Bajonetts. Der Siegesadler ist von der Spitze des Bajonetts abgehoben und ist auf dem Flugzeugflügel gelandet“. Ihm war schon damals bewusst, wie wichtig die Herrschaft in der Luft war und er brachte dies bei jeder Gelegenheit auch zur Sprache. Er begnügte sich nicht damit und gründete eine Flugzeugfabrik. In 1939 produzierte er das erste einheimische Flugzeug. 

Aber was ihm verfahren ist, ist unbegreiflich. Bei der Präsentation des Kaban-Staudammprojekts in 1933, das den damaligen Energiebedarf der Türkei decken sollte, wurde er von dem damaligen Minister für Bauwesen Ali Çetinkata sehr schlecht behandelt. Ali Çetinkaya gehörte zu einer der drei Familien, die bei den Unabhängigkeitsgerichten tätig waren. Schon vor der Präsentation wird Demirağ ausgefragt: „ Herr Nuri, sie wollen also einen Staudamm bauen. Wie und mit wem wollen sie bauen? Wie wollen sie mit einem so riesigen Projekt fertig werden? Nehmen wir an, sie werden fertig, wem wollen sie die erzeugte Energie verkaufen?“ Trotz dieser voreingenommenen Einlage waren Demirağ und seine Ingenieure vorbereitet. Denn seine Präsentation hatte mehr als nur die Antworten auf die Fragen des Ministers. Aber der Minister hatte keine Absicht zuzuhören. Als Demirağ sagt, „das ist eine Angelegenheit der Zukunft des Landes“, unterbricht ihn der Minister und weist ihn zurecht. „Es ist nicht deine Aufgabe, dir Sorgen über die Zukunft des Landes zu machen. Wenn schon, dann machen wir uns Sorgen“. Somit wird auch die Präsentation abgebrochen und das Projekt aufgeschoben. Erst 1966 wurde der Kaban-Staudamm wieder an die Tagesordnung gebracht. Der Bau dauerte zehn Jahre. Wegen den zu ehrgeizigen Verwaltern jener Zeit wurde ein für die Türkei sehr wichtiges Projekt erst 33 Jahre später realisiert.    

 

Nuri Demirağ stellt in 1939 das erste nationale Flugzeug her

In 1935 wird eine Kampagne gestartet, um die benötigten Flugzeuge zu kaufen. Der Name jedes Spenders, der mehr als 10.000 Lira spendete, wurde auf einem Flugzeug verewigt. Nuri Demirağ hingegen beschloss, anstatt eine Spende zu geben, sein ganzes Vermögen für die Herstellung eines nationalen Flugzeugs zu investieren. Das bisher verdiente Geld betrachtete er als „anvertrautes Geld der Nation. Weil er es als Kopieren verstand, Lizenzen aus Europa und den USA zu kaufen, um eine Flugzeug zu produzieren, arbeitete er daraufhin, ein „türkisches Modell“ herzustellen. In 1936 legte er den Grundstein der Fabrik in Beşiktas. Ferner leitete er an dem Ort Arbeiten ein, an dem sich heute der Yeşilköy Atatürk-Flughafen befindet, für einen Flughafen für die Flugzeuge.

In 1937 gewann er die Ausschreibung der Turkish Aeronautical Association THK für zehn Ausbildungsflugzeuge und 65 Segelflugzeuge. Demirağ und sein Team arbeiteten Tag und Nacht. Mit dem Tod von Atatürk begannen im Land politische Konflikte. In 1939 wurden die Flugzeuge abgewiesen, obwohl sie alle technischen Spezifikationen erfüllten und vom THK-Piloten positiv beurteilt wurden. Eines der Flugzeuge stürzte bei der Landung in Eskişehir auf einem Acker ab, der als Landebahn diente und viel zu klein war. Die THK- Zuständigen annullierten unter dem Vorwand eines technischen Fehlers den Kaufvertrag. Obwohl Demirağ zahlreichen Zuständigen jener Zeit Briefe schickte und auch vor Gericht zog, änderte sich an dem Ergebnis nichts. Ein weiteres sehr wichtiges Projekt, das die Zukunft der Türkei hätte verändern können, wurde zum Opfer politischer Konflikte und zu ehrgeizigen Verwaltern.

 

Türkischer Beginn und Entwicklungsprojekt des Grundausbildungsflugzeugs (HÜRKUŞ)

Heute dagegen werden mit Einfluss der Verwalter des Landes und der Unterstützung der zuständigen Institutionen zahlreiche nationale Verteidigungsprojekte durchgeführt. Die Prototypherstellung von HÜRKÜŞ ist fertig. Die Arbeiten für den Flug des ersten nationalen Flugzeugs in 2023 werden fortgesetzt. Von dem ersten türkischen Flugzeug HÜRKUŞ, das von der Europäische Zivilluftfahrtbehörde das Typ-Zertifikat erhalten hat, sind zwei Prototypen hergestellt worden. HÜRKUŞ (Türkischer Beginn und Entwicklungsprojekt des Grundausbildungsflugzeugs) wurde den aktuellen Bedürfnissen von Ausbildungsflugzeugen in der zivilen und militärischen Luftfahrt entsprechend originell entwickelt. Außerdem halten die Arbeiten an der Bewaffnung der HÜRKUŞ-C genannten Version an.

 

Nationales Kampfflugzeug-Projekt

Mit dem Nationalen Kampfflugzeug-Projekt soll der Bedarf der türkischen Luftstreitkräfte an Kampfflugzeugen nach 2030 mit einem einheimisch konzipierten Modell gedeckt werden. In der Türkei, in der einheimische Industrieprodukte auf maximaler Ebene genutzt werden, halten die Arbeiten für ein originelles Design an. Es wird vorgesehen, dass der erste Flug dieses wichtigen Projekts in 2023 stattfinden wird.

 

F-35-Joint Strike Fighter Projekt 

Die fünfte Generation des Kampfflugzeugs von Typ F-35 mit einem Piloten und einen Motor, das ein Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug ist, wird unter Führung der USA durch eine Konsortium aus den USA, Großbritannien, Italien, der Türkei, Holland, Kanada, Australien, Norwegen und Dänemark hergestellt. Die Entwicklung und Endfertigung der Maschinen findet in den USA statt. Die Türkei ist ein Teil dieses Projekt und wird 100 Flugzeuge kaufen. Als Programmpartner des F-35-Projekts hat die Türkei die erste Maschine am 21. Juni auf Fort Worth in Texas zeremoniell entgegengenommen. Die türkischen Piloten werden derzeit in den USA ausgebildet und werden nach dem Ende der Ausbildung die Kampfflugzeuge fliegen.  

Die Türkei wird die Wartungs- und Reparaturbasis von Rumpf und Motor der F-35 im europäischen Raum sein. Der zu den kompliziertesten Baugruppen der F-35-Kampfflugze gehörende „Mittelrumpf“ wird außerhalb der USA nur in der Türkei hergestellt. Außerdem werden die zusammengesetzten Komponenten der F-35 A/B/C, der Metallische Unterkörper und die Luftlanze der F-35A sowie der Luft-Boden Lastträger-Pylon der F-35A/B/C in der Türkei produziert. Zudem wird die Integration an die F-35-Kampfflugzeugen des Präzisionsführungssatzes und der von TUBİTAK SAGE entwickelten sowie Roketsan produzierten SOM-J-Raketen in der Türkei durchgeführt.

Die vom Staat unterstützten Projekte werden alle umgesetzt. Die Projekte, die in der Vergangenheit vom Staat verhindert wurden, konnten nicht umgesetzt werden. In der nächsten Folge werden wir weitere Beispiele für die erfolgreich umgesetzten Verteidigungsprojekte bringen.



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