Öko-Politik (2018-25)

Der Wind des Wandels in der globalen Wirtschaft und die Türkei.

Öko-Politik (2018-25)

Prof. Dr. Erdal Tanas KARAGÖL

Der Wind des Wandels in der globalen Wirtschaft und die Türkei

 

Die USA, der wichtigste Akteur der Weltwirtschaft haben in letzter Zeit Entscheidungen getroffen, um den Kurs der internationalen Wirtschaft mit den Maßnahmen der letzten Jahre zu ändern. In den vergangenen Monaten haben die USA Zölle gegen China von über 50 Milliarden Dollar verhängt, der den Handelsstreit zwischen Washington und Peking nur noch weiter verschärft hat.

China reagierte seinerzeit und hat im Handelsstreit mit den USA nun auch “China Strafzölle von 25 Prozent auf US-Güter im Wert von zunächst 34 Milliarden US-Dollar verhängt. Insgesamt sollen die Zölle am Ende ebenfalls insgesamt 50 Milliarden US-Dollar umfassen. Die Abgaben sollen vom 6. Juli an erhoben werden, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf den chinesischen Staatsrat. Betroffen seien insgesamt 659 verschiedene Produkte, darunter landwirtschaftliche Erzeugnisse und Autos.”

Nach der protektionistischen Handelspolitik hat die Federal Reserve nun darauf hingewiesen, dass die beiden Zinserhöhungen der Federal Reserve in der ersten Jahreshälfte und die Erwartung von zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr die US-Geldpolitik weiter festigen werden.

Wie beeinflussen die Schritte der USA und die jüngsten Entwicklungen in den Industriestatten, die Schwellenländer aber vor allem die Türkei? Was für Schritte sollte die Türkei vor möglichen Szenarien in der nächsten Zeit unternehmen?

 

 

Hierzu eine Bewertung von Prof. Dr. Erdal Tanas KARAGÖL Lehrkraft der Wirtschaftswissenschaften an der politischen Fakultät der Yıldırım Beyazıt Universität.        

 

Die protektionistischen Entscheidung in der US-Wirtschaft, die Zinserhöhung von Fed und die geplanten Wertpapierkäufe in Europa sind eigentlich ein Zeichen dafür, dass in der globalen Wirtschaft der Wind des Wandels weht. In der Weltwirtschaftskrise von 2008 kehrt die Richtung des Geldes mit der monetären Expansion, das von den Industrieländern in die Entwicklungsländer fließt, jetzt um. Dies führt auf der einen Seite zu Turbulenzen auf den globalen Finanzmärkten und auf der anderen Seite  einen Einfluss der Volkswirtschaften auf die Schwellenländer, wodurch die Währungen der Schwellenländer unter Druck geraten.

Außerdem ist es wichtig nicht zu vergessen, dass die von den internationalen Finanzeinrichtungen und Ratingagenturen für diese Länder getroffenen Entscheidungen über die  Kreditnoten und den Ausblick überarbeitet wurden und ihre Wachstumsprognosen in ihren veröffentlichten Berichten geändert wurden. Es ist klar, dass solche Schritte zu einer erhöhten Risikowahrnehmung für Entwicklungsländer geführt haben.

Andererseits führte der Druck dazu, dass es in den Währungen der Schwellenländer zu Wechselkursschwankungen kam, so dass die Zentralbanken in diesen Ländern die Zinsen erhöhten, was langfristig nicht viele positive Ergebnisse mit sich bringen wird.

 

Heute hat Argentinien unter den Schwellenländern den höchsten Leitzins mit 27,25 Prozent. In der Türkei wurde der Leitzins durch die jüngsten Entscheidungen der Zentralbank  auf 17,75 Prozent erhöht.

 

Auch der jüngst veröffentlichte Bericht der Ratingagentur Fitch über die inneren Entwicklungen in der türkischen Wirtschaft nimmt die jüngsten Entwicklungen an den globalen Finanzmärkten zum Anlass, die Wachstumsprognose der Türkei für 2019 von 4,7 auf 3, 6 Prozent zu senken.  Das zeigt, dass die Bemühungen zur Schaffung einer spekulativen Wahrnehmung in einem rasanten Tempo weitergehen.

 

Es ist notwendig, dass die Türkei, um all diese Wahrnehmungen zu zerstreuen, das Wachstum, das sie im ganzen Jahr 2017 hingelegt hat und die im ersten Quartal 2018 erreichte Wachstumsrate von 7,4 Prozent zu halten, sich auf das Finanzierungsproblem konzentriert und effektive Finanzierungsinstrumente entwickelt.

Heute hat die Einführung der neuen Finanzierungsinstrumente, die Notwendigkeit für externe Finanzierung in der Türkei reduziert. Die erfolgreiche makroökonomische Leistung besteht darin, sich in eine starke Finanzstruktur zu integrieren, um die Wirtschaft auf eine nachhaltigere, stabilere und solidere Struktur zu bringen.

 

 

 

 


Keyword: Türkei , Wirtschaft

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