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Öko-Politik (2018-22)

Die Zukunft der Energie im östlichen Mittelmeer und die Türkei

Öko-Politik (2018-22)

Die Zukunft der Energie im östlichen Mittelmeer und die Türkei

 Prof. Dr. Erdal Tanas KARAGÖL

 

 

Die Türkei schreitet auf ihrem Weg zu einem Energiehandelszentrum zu werden mit sicheren Schritten voran.  Mit dem bestehenden Energiepotenzial und der geografischen Lage übernimmt die Türkei eine bedeutende Rolle in der Region bei der Sicherheit der Energieversorgung. Diese Rolle wird  bei der Gestaltung in der Energiepolitik mit jeden Tag aktiver, dass die Türkei zu einem Land mit Mitspracherecht macht. In diesem Zusammenhang  machen die in den letzten Jahren im östlichen Mittelmeerraum entdeckten Gasreserven, die Türkei zu einem der wichtigsten Akteure in der Region.

Hierzu eine Bewertung von Prof. Dr. Erdal Tanas KARAGÖL Lehrkraft der Wirtschaftswissenschaften an der politischen Fakultät der Yıldırım Beyazıt Universität.        

 

In den letzten Jahren haben internationale Energieunternehmen vor den Küsten  Südzypernss Ägyptens, Palästinas, Israesl und des Libanon eine wichtige Rolle bei der Förderung des Energiepotenzials der Region gespielt. Die Entdeckung der ersten großen Erdgasreserven in diesem Becken erfolgte 2009 auf dem Tamar Erdgasfeld und 2010 auf dem Leviathan-Feld.

Während die Energieforschungsstudien andauerten, hat die inselgriechische Administration im Jahr 2011 das Erdgasfeld Aphrodite mit Erdgasreserven von 198 Milliarden Kubikmetern entdeckt.

Danach wurde im Jahr 2015 vor der Küste Ägyptens das Zohr-Feld entdeckt, das mit seinem 850 Milliarden Kubikmetern Gas zu den größten Erdgasbecken in der Region zählt.

All diese Entwicklungen sind Teil der Energiegleichung in der Region mit den Erdgasreserven des östlichen Mittelmeerraums.

 

Mit der Entdeckung dieser Reserven haben die Länder natürlich nur auf ihrem Territorium Erdgasvorkommen nachgewiesen. Da die Länder der Region keine konkreten Schritte zur Nutzung dieser Reserven im laufenden Prozess unternommen haben. Wie werden die Länder des östlichen Mittelmeerraums die Reserven bewerten, wie wird das Erdgas, das sie haben, den Markt erreichen, und welche Rolle wird die Region im Energiehandel spielen? Dies sind immer noch Fragen, die die Länder des östlichen Mittelmeerraums nicht klar beantworten können.

Es ist klar, dass dies zu Diskussionen führt.  Die Türkei ist schon heute im Energiehandel in einer vorteilhaften Rolle durch die Gas-Pipelines, die im kommenden Monat in Betrieb genommen werden und wird mit dem TANAP-Pipeline-Projekt noch weiter gestärkt und den Gas-Transit Transfer in  Ost-West-Richtung verwirklichen. Auf der anderen Seite werden mit Turkish Stream, das im Jahr 2019 in Betrieb genommen soll, sich die Aktivitäten der Türkei bis in den Nordwesten der Türkei erstrecken und sie zu einem ein Schnittpunkt der Energietransferroute machen. Also in diesem Fall wird die Türkei zu einem Schlüsselspieler in der regionalen Energiegleichung werden.

 

Man sieht, dass die östlichen Mittelmeerländer noch immer nicht in der Lage sind, eine strategische Lösung zu entwickeln, um den Vorteil ihrer Ressourcen zu bewerten. Auch sind sie nicht in der Lage die Rolle der Türkei in der Region zu sehen.

Offensichtlich scheinen die kurzfristig im östlichen Mittelmeerraum entwickelten Energiepolitiken, keine konkreten Ideen zu haben.

 


Keyword: TANAP , Türkei , Erddgas

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