Aus der Wirtschaftswelt (2017-52)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-52)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-52)

Die Türkei verbucht in letzter Zeit wichtige Erfolge bei der Armutsbekämpfung. In diesem Zusammenhang wurde auch beflügelt durch das wirtschaftliche Wachstum sowohl bei der Armenzahl und bei der Armut ein deutlicher Rückgang verzeichnet. Zu Anfang der Jahrtausendwende und den nachfolgenden Jahren in der Türkei bei 25 Prozent liegende Armut ging mit den Zahlen von 2016 auf 21,2 Prozent zurück. Dass der Index, der die Individuen zeigt, die für einen Tag mindestens einen Dollar zur Verfügung haben, auf null gesetzt wird, stellt dar, dass in der Türkei keine Armut mehr herrscht. Laut der von der Weltbank im Oktober 2017 veröffentlichtem Studie „Atlas für nachhaltige Wachstumsziele“ ist die Türkei das Land, das weltweit die Armut am effektivsten bekämpft hat. Ein weiterer Index, der mit der Armutsrate zusammen erwähnt wird, ist der „Humane Entwicklungsindex.“

Die Türkei hat in diesem Index ihren Platz seit den 1990’er Jahren fortwährend  verbessert. Demnach lag die Türkei im Jahre 2015 in diesem Index in der Kategorie „hohe humane Entwicklung“ mit einem Wert von 0,7657 unter 188 Ländern auf Platz 71.

Während die Türkei im Jahre 2002 laut Zahlen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, kurz UNDP in der Kategorie der „mittelmäßigen humanen Entwicklung“ lag, kletterte sie ab 2009 in die Kategorie der „hohen humanen Entwicklung.“

Laut den UNDP-Berichten ist die Türkei unter den Ländern auf Platz 9, die ihr humanes Entwicklungsdefizit am schnellsten wettgemacht haben. Seit 2002 wurden in der Türkei von der ganzen Welt gelobte Hilfsprogramme erarbeitet, die unmittelbar auf die armen Bürger gerichtet waren und das Ziel hatten, die negativen Wirkungen der absoluten Armut zu bekämpfen. Im Zuge dieser positiven Entwicklungen ist das Ziel der Türkei, in die Kategorie der höchsten humanen Entwicklung aufzusteigen. In der Türkei ist seit 2002 insbesondere bei der Einkommensverteilung eine deutliche Verbesserung zu beobachten. Demzufolge ist die Türkei laut dem Bericht vom Jahr 2012 mit der Überschrift„ungleiche Einkommensverteilung in den OECD-Ländern“ nach der Jahrtausendwende eines der Länder gewesen, das die ungerechte Einkommensverteilung am effektivsten beseitigt hat. Während eines der wichtigsten Indizien für Einkommensverteilung, der „G-Wert“ in der Türkei im Jahre 2002 bei 0,44 lag, ist es im Jahre 2016 auf 0,40 zurückgegangen.

 

Wenn auch dieser Wert im Jahre 2016 im Vergleich zum Vorjahr ein niedriges Plus verzeichnet hat, ist hier das Ausschlaggebende, dass es beim Einkommen der ärmsten 20 Prozent der Bevölkerung kein Minus vorgewiesen worden ist.

Die Gründe dafür sind die Maßnahmen für Beschäftigungssteigerung, Produktion, Steuerpolitik und soziale Transfers, wodurch in den letzten 10 Jahren zu Gunsten der Armen eine deutliche Verbesserung verzeichnet wurde. Bei der auffallenden Entwicklung im Zusammenhang mit der Armutsbekämpfung und dem humanen Entwicklungsstand, spielen neben dem wirtschaftlichen Aufschwung der Türkei; auch die Fortschritte in sozialen Bereichen, in Bildung und Gesundheit sowie die für die Armutsbekämpfung bereitgestellten Ressourcen eine wichtige Rolle. Im Zusammenhang mit der Armutsbekämpfung ist eine weitere hervorstechende Entwicklung bei Sozialhilfen verbucht worden. Im Jahre 2011 wurde das Ministerium für Familie und Sozialpolitik gegründet und dem wurde das Generaldirektorat für Sozialhilfen und Solidarität untergeordnet. Die Sozialhilfen wurden im Rahmen der Dienste für Sozialhilfen unter einem Dach vereint, wodurch mehrmalige Hilfen verhindert wurden. Zudem wurde eine Datenbank für Bezieher von Sozialhilfen errichtet. Dass mit der   Armutsbekämpfung, die Armutsrate und Zahl der Armen zurückgegangen sind, nahm mit dem Wirtschaftswachstum  und der sozialen Entwicklung eine andere Gestalt an.

Da insbesondere in den vergangenen 15 Jahren in der Türkei der wirtschaftliche Wohlstand unter den sozioökonomischen Schichten gerecht verteilt werden konnte, macht der wirtschaftliche und soziale Wandel für die  „Armutsbekämpfung“ eine ähnliche Strategie wie die „Nationale Beschäftigungsstrategie“ erforderlich.  In diesem Zusammenhang bereitet sich das Familienministerium darauf vor, im Bereich der Armutsbekämpfung eine Strategie zu erarbeiten. Es scheint so, dass die Strategie im Grunde mit den Kapiteln wie „Gewährleistung des minimalen Konsums“, „Erreichen von Chancen“ und „Kapazitätsentwicklung“  bei den Sozialhilfen eine Verbesserung schaffen wird.  Diese Strategie gegen Armut wird für die Türkei im Bereich der Sozialpolitik eine Art „Road-Map“ sein. Damit wird gewährleistet werden, dass die seit 2002 im Bereich der Sozialpolitik gesetzten Schritte intensiviert und keinem Individuum die Grundrechte und Bedürfnisse verwehrt werden.



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