Aus der Wirtschaftswelt (2017-42)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-42)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-42)

Die zuletzt Anfang Oktober von der internationalen Kreditratingagentur Fitch nach oben korrigierte Wachstumsrate der Türkei ist auch vom IWF, dem internationalen Währungsfonds revidiert worden. Der IWF hat in der Oktober-Ausgabe seines Weltwirtschaftsausblicks die Wachstumserwartungen für 2017 und 2018 nach oben korrigiert. Während das Wachstum im Bericht von April für das laufende Jahr mit 2,5 Prozent angegeben wurde, ist es im Oktober auf 5,1 Prozent angehoben worden. Wenn wir zunächst auf die Gründe für die nacheinander folgenden Revidierungen eingehen sollten, sehen wir, dass als Begründung die erreichten Wachstumszahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres, der Aufschwung im Export und erweiternde Finanzpolitik angegeben werden.

Man sollte natürlich nicht den Kreditgarantiefonds (KGF) als eine der wichtigsten Quellen für die Wachstumszahlen im ersten Halbjahr des laufenden Jahres vergessen. Während die Unterstützung dieses Fonds für die Kleinen- und Mittelständischen Betriebe (KOBI) und den Banken sich auf die Produktionszahlen ganz klar auswirkte, hat es auch positive Entwicklungen für den Industriesektor herbeigeführt. Dies führte dazu, dass beim Export, einem der wichtigsten Dynamiken des Wachstums ein deutliches Plus verzeichnet wurde. Nach all diesen Entwicklungen ist es eine sehr richtige Entscheidung des IWF gewesen, die Wachstumserwartungen für die türkische Wirtschaft nach oben zu korrigieren. Diese Entwicklungen in der türkischen Wirtschaft verleiteten eine Institution wie den IWF dazu, die Erwartungen im positiven Sinne zu ändern.

Das heißt im Endeffekt, dass die Bewertungen für aufstrebende Märkte wie die Türkei seitens internationaler Institute gerechter ausfallen. Das Wachstum der Türkei fällt deutlich höher aus als das der für aufstrebenden Märkte prognostizierten Wachstumsrate von 4,6 Prozent. Das zeigt, dass die Türkei unter den Schwellenländern eine sehr beachtliche Leistung vorweist. Wenn wir auf die Gründe für die Revidierung der Wachstumsraten seitens Fitch kommen sollten, begegnen uns noch einmal die vorläufigen finanziellen Maßnahmen und der KGF. Die Erwartung der internationalen Kreditratingagentur Fitch ist dahingehend, dass die im ersten Quartal des laufenden Jahres erreichte Wachstumsrate auch in folgenden Quartalen gewahrt werden und am Ende des Jahres ein Wachstum von 5,5 Prozent vorgewiesen wird. Nach dem gescheiterten Putschversuch eilten einige Kreditratingagenturen, darunter auch Fitch, auf internationalen Märkten ein völlig negatives Bild für die türkische Wirtschaft darzustellen.

Nun kommt heraus, dass die gegenüber der türkischen Wirtschaft getroffenen Entscheidungen und Erwartungen auf keinen Fall auf konkrete Begründungen gestützt wurden. Im Endeffekt hat der beachtliche Erfolg der türkischen Wirtschaft seit Anfang des laufenden Jahres die ungerechten Thesen internationaler Institutionen zu Nichte gemacht. Mit dem Plus in der Produktion und im Export hat die türkische Wirtschaft eine noch robuste Gestalt angenommen und eine gewisse Dynamik erreicht. Die jüngst bekanntgegebenen Zahlen zu der als antreibende Kraft des Wachstums geltenden Industrieproduktion untermauern diesen Umstand. Bei Betrachtung der vom kalendarischen Einfluss befreiten Zahlen der Industrieproduktion für den Monat August sehen wir, dass ein Plus von 5,2 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr verzeichnet wurde. Während dieser Umstand den Industriesektor und das Wirtschaftswachstum im positiven Sinne beeinflusst, wird es auch mehr Arbeitsplätze verschaffen und die Einnahmen erhöhen. 

Die guten Zahlen in den Sektoren reichen nicht allein dafür aus, dass das Wachstumszahlen von allen Gesellschaftssichten gespürt wird. In diesem Zusammenhang sind für die Erhöhung der Beschäftigungszahlen die konkreten Schritte wie die Beschäftigungsmobilität und die Förderungen der Regierung nennenswert. Diese Schritte werden bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die eines der globalen Probleme ist, konstruktive Ergebnisse schaffen. Zudem hat die Türkei eine sehr junge und produktive Bevölkerung. Man sollte nicht vergessen, dass dieser Umstand, verglichen mit vielen OECD-Ländern, eine sehr wichtige Chance für die Türkei bildet.  Diese Chance zu nutzen und in Vorteile umzuwandeln liegt in unserer Hand. Im Endeffekt hat die Türkei mit den erreichten Wachstumszahlen gezeigt, dass sie sich von anderen Schwellenländern im positiven Sinne unterscheidet, was auch namhafte internationale Finanzinstitute ihr bescheinigt haben.

Während bei den Revidierungen dieser Finanzinstitute viele gemeinsame Gründe liegen, ist zu sehen, dass sie ihre Erwartungen fast aus denselben Gründen nach oben korrigiert haben. Es ist zu sehen, dass die positiven Entwicklungen nicht nur vom Binnenmarkt, sondern auch von internationalen Märkten wahrgenommen werden.



Nachrichten zum Thema