Türkei-Agenda (2017-35)

Ein Kommentar von Erdal Şimşek, Lehrkraft an der Gesichtsabteilung der Yıldırım Beyazıt Universität.

Türkei-Agenda (2017-35)

Seit dem die Verbündeten in nordeuropäischen Ländern, auf dem Balkan und die Schwarzmeeranrainerstaaten in den letzten Monaten der Amtszeit des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama wie in Waffenlager verwandelt wurden, haben wir versucht, auf die zukommende Katastrophe aufmerksam zu machen.

Zum Glück war sich Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan der Bedrohung bewusst und hat nicht zugelassen, dass die Türkei in ein Waffenlager verwandelt wurde.

Erdoğan, der am 8. Juli 2016 in der polnischen Hauptstadt Warschau am Gipfeltreffen der NATO-Staats- und Regierungschefs teilnahm, hat mit rationellen und gerechtfertigten Begründungen, an der Küstenregion der Türkei die Gründung eines neuen NATO-Stützpunkts zurückgewiesen. Nach dem strategischen Zug von Erdoğan hat die russische Föderation die diplomatische und politische Krise mit der Türkei sofort beendet. Der russische Präsident schrieb Erdoğan einen Brief und machte darauf aufmerksam, dass die Ursache der Flugzeugkrise zwischen beiden Ländern andere Mächte sind. Die mit der Türkei abgebrochenen wirtschaftlichen, politischen und strategischen Beziehungen wurden rasch wieder aufgenommen. Die bedingungslose Antwort von Putin auf die Friedensinitiative von Erdoğan, versetzte finstere Kreise in Aktion. Ein Mitglied der internationalen Terrororganisation FETÖ hatte den russischen Botschafter in Ankara, Andrej Karlow vor laufenden Kameras massakriert. Putin und die russische Staatsbürokratie hatten sich davon nicht provozieren lassen. Das schmutzige Spiel wurde aufgedeckt. Trotz der blutigen Provokation gerieten die sich entwickelnden türkisch-russischen Beziehungen nicht aus den Gleisen und wurden im selben Tempo fortgesetzt. Nach dem Scheitern der Aufrüstung der Türkei und der türkischen Schwarzmeerküsten, brachen plötzlich in mehreren Ländern in der Asien-Pazifik Region und im indischen Ozean Krisen aus. Auf den Philippinen trat auf einmal die Terrormiliz DAESH auf. In Arakan und in der Meeresenge von Arakan, das als Symbol für Ruhe und Wohlstand gilt, kam es zu Terroranschlägen.

Die Lage im chinesischen und japanischen Meer spannte sich an. Mehrere Länder begannen, die Hoheitsgewässer anderer Länder zu verletzen. Dieser Prozess führte in den Ländern, die eine Partei bei der Krise ergriffen, soziologischen Wandlungen. In den Gesellschaften war der Wunsch nach einem Krieg so hoch wie nie zuvor. In Nordkorea, das als Quelle der Drohungen gilt, wurden Nachrichten verbreitet, wonach Arbeiter, Parteimitglieder und ehemalige Soldaten sich freiwillig rekrutieren lassen wollten. Letzten Endes wollten sich etwa 3,5 Millionen Nordkoreaner aus Protest gegen die harte Erklärung von US-Präsident Donald Trump der Armee anschließen. Diese Verrücktheit in Nordkorea wirkte sich auch auf Südkorea aus. Nordkoreaner, die sich unter hohem Risiko sahen, begannen mit der Lagerung von Lebensmittel und ließen bombensichere Bunker bauen. Während die Koreaner sich auf den Golderwerb konzentrierten, wurden die internationalen Goldmärkte auf einmal belebt. Wie einheimische Medien berichteten, kauften Südkoreaner fünf Mal mehr Gold ein, als gewöhnlich. Auf der Insel Guam, dem US-Territorium in der Pazifik, lagern die Einwohner Lebensmittel, weil Nordkorea mit einem Angriff Mitte August gedroht hatte. In Japan, das von einer Rakete aus Nordkorea in 10 Minuten erreichen kann, werden vom Volk Bunker gebaut. Die Nachfrage sei so groß, dass man denen nicht nachkommen kann, berichteten japanische Medien. Während Trump sagte, dass die Waffen Abschussbereit seien, erklärte der nationale Sicherheitsberater der USA, Mc Master, dass die USA einem Krieg gegen Nordkorea bereit seien. Die Welt findet eine nukleare Drohung als unglaubwürdig. Denn die damalige US-Verwaltung hatte in 1991 behauptet, dass der Irak im Besitz von Massenvernichtungswaffen sei und besetzte das Land. Beim Irak-Krieg mussten erst 1 Million Menschen sterben, erst danach wurde erklärt, dass der Irak keine nukleare Bedrohung darstelle.

Die von den USA und dem Westen offen begangenen Diffamierungs- und Hassverbrechen, lösten negative Entwicklungen in den eigenen Gesellschaften aus. Der Rechtsextremismus in Westeuropa sowie der Rassismus der Weißen in den USA stellt eine Bedrohung für die ganze Welt dar. In Russland sieht es nicht anders aus. Wegen der Kriegsgefahr hat Russland von der Ukraine bis zu den Grenzen von China und Japan, hunderttausende Soldaten in Alarmbereitschaft versetzt. Für russische Einheiten in Fernost gilt der hohe militärische Bereitschaftsdienst. Die russische Armee sei wachsam gegenüber einer aus Nord-Korea abzuschießenden Rakete, die ihr Ziel verfehlen könnte. All diese soziologischen und militärischen Auswirkungen verursachten Ausgaben in Höhe von mehreren Milliarden Dollar. Wenn man diese Summen für Armut und Frieden benutzen würde, hätten wir auf der Erde so gut wie keine Probleme. Somit würden weder Blut noch Tränen vergossen. Aber dieser Kriegswahnsinn wird uns möglicherweise zu multinationalen Kriegen nachziehen.

Unsere einzige Hoffnung ist es, dass auch andere Staats- und Regierungschefs sich große Mühe für einen Weltfrieden geben, wie es Staatspräsident Erdoğan und der chinesische Präsident Xi Jinping machen.



Nachrichten zum Thema