Aus der Wirtschaftswelt (2017-34)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-34)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-34)

Die am 6. April 2017 unter dem Motto “Starke Wirtschaft und Nationale Sicherheit” der Öffentlichkeit vorgestellte Nationale Energie- und Erzpolitik bringt jeden Tag neue Projekte hervor. Die bekannte Weise in der Nutzung von Sonnenenergie begonnenen Investitionen in der erneuerbaren Energie wird mit den Ausschreibungen für Windenergie fortgesetzt. Daneben fallen Projekte zur Nutzung von Kohle als erneuerbare Energie auf. In diesem Zusammenhang wird die Nutzung von einheimischen Kohlen gefördert. Die sich aus Sicherheit beim Energieangebot und vorhersehbare Marktachsen zusammensetzende Nationale Energie-und Erzpolitik ist dahingehend wichtig, dass es die Energievision der Türkei für die Zukunft in den Mittelpunkt stellt. Neben Projekten, die die Abhängigkeit der Türkei an Ausland in Energie verringern sollen-wobei man hier auf einheimische Ressourcen und Sicherheit beim Angebot großen Wert legt-  werden auch Schritte gesetzt, womit man mit der Wahl von vorhersehbaren Marktmodellen dem  Ziel „das zentrale Land in Energie zu sein“ näher kommt.

Die insbesondere für eine dauerhafte und nachhaltige Energieversorgung mit den Erdgasverlagerungsanlagen begonnenen Aktivitäten werden mit den Erdgas- und Erdölsucharbeiten im Mittelmeer fortgesetzt.  Die Türkei, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Risiken bezüglich der Sicherheit beim Energieangebot zu minimieren, möchte die Energie auch aus anderen Ländern beziehen. In diesem Zusammenhang sind Öl- und Gasrohrleitungen, die durch die Türkei führen sollen, ganz besonders wichtig. Mit den Projekten TANAP, das Mitte 2018 beginnen soll und dem Projekt Turkish-Stream, das man 2020 abschließen wird, werden der Türkei sowohl hinsichtlich der Sicherheit beim Energieangebot als auch hinsichtlich der Stellung in der globalen Energie wichtige Rollen zugewiesen. Die über keine Fossilen-Brennstoffquellen verfügende Türkei möchte dieses Defizit mit ihrer geographischen Lage wettmachen. Daher legen neben dem Energieministerium auch andere Behörden und Institutionen, die im Energiebereich tätig sind, ihren Schwerpunkt auf die Infrastruktur. Die Türkei sollte ohne Zeit zu verlieren ihre Investitionen in Energie fortsetzen. Daher ist die Nationale Energie- und Erzpolitik für das Erreichen der Ziele in Energie eine Art Road-Map. Während im Energiebereich der Hauptrahmen so bestimmt wurde, werden bezüglich Erze, der zweiten Überschrift dieser Politik, die bislang nicht angegangenen Themen behandelt. Um die im Land vorhandenen und über ein großes Potential verfügenden Quellen der Wirtschaft zu erschließen, sollte der Bergbausektor entwickelt werden.

In diesem Zusammenhang ist die Erstellung von Karten für Geophysik und Geochemie zur Ortung der im Land befindlichen Erzquellen von großer Bedeutung. Zeitgleich mit dem Ausschöpfen dieser Potentiale ist es erforderlich, dass in diese Bereiche technologische und menschliche Investitionen getätigt werden. Dank der Politik, mit der die Investitionen für Forschung und Entwicklung unterstützt werden sollen, wird der Energie- und Bergbausektor sowohl rehabilitiert als auch gestärkt werden. Als letztes sollte noch das zwischen den Ministerien für Energie und Bodenschätze und Bildung unterzeichnete Protokoll für Berufsausbildung und Zusammenarbeit erwähnt werden, womit man dem Fachkräftemangel in diesen beiden Sektoren entgegenwirken möchte. Mit den 12 Berufsschulen, die man im Rahmen des Protokolls in 11 Provinzen eröffnen möchte, wird qualifiziertes Personal ausgebildet werden. Während die Türkei einerseits ihr Potential an Ressourcen wahrnimmt, wird sie auf der anderen Seite mit den Fachkräften mehr Beschäftigung schaffen. Es sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass die im Rahmen der Nationalen Energie- und Erzpolitik umgesetzten Projekte die Türkei vom Wohlstand bis hinzu Sicherheit und Politik beeinflussen werden.  Dieses Strategiedokument, das dafür in die Praxis umgesetzt wurde, die Türkei zu einem regionalen und globalen Akteur zu verwandeln, wird auch ein Road-Map zur effektiven Nutzung von einheimischen Ressourcen des Landes sein.



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