Aus der Wirtschaftswelt (2017-32)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-32)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-32)

Für die türkische Wirtschaft sind bislang 10 Entwicklungspläne verabschiedet worden. Es ist nicht mehr viel Zeit, bis der 10. Entwicklungsplan, der den Zeitraum von 2014-2018 umfasst, ausläuft. Nun ist es Zeit für den 11. Entwicklungsplan, der die Jahre 2019-2023 umfassen wird. Die Türkei schaffte mit dem 10. Entwicklungsplan einen bedeutenden Schwung. In diesem Zeitraum versuchte sie den strukturellen Wandel schnell zu vollziehen. Doch mit einigen Eingriffen aus dem In-und Ausland versuchte man  diesen Wandel zu unterbrechen. Es ist offensichtlich, dass das endgültige Ziel dieser Angriffe es war, die Wirtschaft der Türkei zu schwächen, die wirtschaftliche Rehabilitation zu stoppen sowie die regionalen und globalen Kooperationen kaputtzumachen. Eines der offensichtlichsten Beispiele dafür, ist der gescheiterte Putschversuch vom 15. Juli.  Man wollte nach dem 15. Juli die türkische Wirtschaft im Binnenmarkt und auf ausländischen Märkten einem gewissen Druck aussetzen; so setzten einige Kreditratingagenturen die Bonität der Türkei herab und einige internationale Wirtschaftsinstitute kritisieren unfairerweise in ihren Berichten die türkische Wirtschaft. Trotz all dieser negativen Faktoren, gab es keine rückläufigen Zahlen bei den makroökonomischen Indikatoren.

Die Türkei hat ganz im Gegenteil das kontinuierliche Wachstum fortgesetzt und noch eine dynamischere Gestalt angenommen.

In diesem Zusammenhang werden die Ziele und Strategien gemäß des 11. Entwicklungsplans für die kommenden fünf Jahre bei der Verabschiedung eines erfolgreichen Zukunftsplans eine wichtige Rolle spielen.  Eines der wichtigsten Bestandteile des 11.Entwicklungsplans sind die in der ins Leben gerufenen Expertenkommissionen werden die öffentlichen Institutionen, den Privatsektor sowie NGO-Vertreter und Akademiker unter einem Dach vereinen. Somit wird es gewährleistet werden, dass durch gemeinsame Entscheidungen von verschiedenen Gesellschaftsschichten der Hauptrahmen des 11. Entwicklungsplans gezogen wird. Die Expertenkommissionen über Wachstumsdynamiken, Bekämpfung der Teuerungsrate schließen Bereiche ein, die eine direkte Wirkung auf makroökonomische Indikatoren haben. In den Kommissionen Entwicklung von Finanzdienstleistungen, Informatik, Herstellerindustriepolitik sowie Effektivität und Sicherheit von Energie sollen Themen mit Aussicht auf Entwicklung behandelt werden.  Des Weiteren gibt es Themen wie Einkommensverteilung und Armut, Arbeitsmarkt und Jugendbeschäftigung. In diesen Kommissionen sollen wichtige Vorbereitungen für Schritte bezüglich des sozialen und wirtschaftlichen Wohlstands getroffen werden. Des Weiteren werden mit diesen Kommissionen auch 32 Arbeitsgruppen gebildet werden, in der die Experten über diese Themen ausführlich beraten werden. Beispielsweise werden die Arbeitsgruppen in den Bereichen Grundmetallindustrie, Chemieindustrie, Maschinenbauindustrie, Automobil- und Elektronikindustrie die Entwicklungen dieser Sektoren in der Türkei bewerten und Vorschläge unterbreiten. Dass der in den vergangenen 15 Jahren verzeichnete Anstieg von Industrieproduktion innerhalb des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auch in den kommenden fünf Jahren fortgesetzt werden kann, hängt von den innerhalb des Entwicklungsplans zu bestimmenden Zielen ab.

Daher sind die innerhalb des Industriesektors zu verzeichnenden Entwicklungen für ein nachhaltiges Wachstum von kritischer Bedeutung. Eine andere Arbeitsgruppe über einheimische Produktion in der Energietechnologie wird sich auf die Anschaffung von Technologie konzentrieren, die bei der Gewährleistung der Sicherheit beim Energieangebot notwendig ist.

Einer der wichtigsten Gründe für das hohe Leistungsbilanzdefizit ist die importierte Energie, das jeden Tag den Bedarf an einheimische Energieproduktion erhöht.  Daher kann das Leistungsbilanzdefizit nur dann zurückgehen, wenn im Rahmen dieses Plans konstruktive Entscheidungen in den kommenden fünf Jahren für die einheimische Produktion getroffen werden können. Mit Sicherheit wird der 11. Entwicklungsplan mit den von den Expertenkommissionen und Arbeitsgruppen zu bestimmenden Strategien den Zielen der Türkei bis zum Jahr 2023 wichtige Beiträge leisten. Wenn die Türkei ein stabiles und umfassendes Wachstum,  ein niedriges Leistungsbilanzdefizit wie möglich und den Aufstieg in die Gruppe der Länder mit hohem Einkommen schaffen möchte, muss sie sich auf den 11. Entwicklungsplan sehr gut vorbereiten. Dieser Entwicklung, der in einem  Prozess, in dem die türkische Wirtschaft mit der von der politischen Autorität gewährleisteten Stabilität sich  von ihren bürokratischen Hürden und multiplen Entscheidungsgewalten befreien wird, zum Einsatz kommt, wird Ära geschaffen werden, in der konstruktive und langfristige politischen Ansätze gesetzt werden.  



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