Türkei-Agenda (2017-32)

Der Demokratie-Export der USA.

Türkei-Agenda (2017-32)

Die USA versuchen seit 1991 Demokratie in den Nahen Osten und in einige afrikanische Länder zu bringen. Am meisten von diesem Demokratie-Export haben Somalia, Afghanistan, der Irak und Syrien abbekommen. In den Ländern, in denen die USA Demokratie exportiert haben, geht man davon aus, dass insgesamt etwa 5 Millionen Zivilisten ums Leben gekommen sind.

Bevor die Vereinigten Staaten Demokratie in diese Länder exportierten, herrschte dort kein Bürgerkrieg und es gab so gut wie keine Fälle, dass Brüder sich gegenseitig töteten. Der Kampf in Afghanistan zwischen Taliban und den Mudschahedin war nur ein politischer Streit. Somalia versuchte sich von diesem Chaos zu befreien. Der Irak hatte eine bestimmte Ordnung. Saddam Hussein war weder im Besitz von nuklearen noch von chemischen Waffen. Aber die USA hatten mit dieser Begründung den Irak besetzt. Jahre nach der Besatzung hat das US-Militär gestanden, dass im Irak keine Atomwaffen vorhanden waren. Die USA versuchen mit ihrem Partner, der Terrororganisation YPG, Demokratie nach Syrien zu bringen. Lassen sie uns einen Blick auf Syrien werfen, wo die USA Demokratie einführen wollen.

In den vergangenen Tagen ist auf den Sozialmedien ein Video veröffentlicht worden, das eine Minute 17 Sekunden lang ist. Dieses Video wurde im Norden von Syrien aufgezeichnet. Man sieht in einem zerstörten Gebäude einen Jugendlichen, dessen Hände vom Rücken gefesselt sind. Er versucht seine ganze Kraft zu sammeln um zu lächeln. Er sagt auf Kurdisch, „Bitte tötet mich nicht!“ Dieser kurdische Jugendliche, der sich in einem Zustand zwischen Leben und Tod befindet, spricht in einem sehr sanften Ton und bittet mit Freundlichkeit, dass die bewaffneten Terroristen ihn nicht töten. Auf dem Bildschirm ist zu sehen, dass der dickere von den beiden Personen mit Wappen am Oberarm der Terrororganisation YPG, in Kurdisch mit großer Wut folgende Antwort gibt; „Du hast unser Befehl nicht befolgt. Du hast dich nicht unserem Krieg angeschlossen. Mit deiner Einstellung hast du das kurdische Volk verraten. Die Strafe dieses Verrats ist der Tod.“ Nach diesen Worten drückt er ab. Danach schießt auch der andere Terrorist auf ihn. Der junge Kurde, der noch ein langes Leben vor sich hatte, stirbt durch die Schüsse, mit einem Lächeln im Gesicht, ohne wegzuschauen.

Wie bekannt, ist Abdullah Öcalan der Gründer der Terrororganisation PKK. Öcalan wird sowohl in den USA als auch in ganz Europa als Terrorist anerkannt. Die USA hatten sogar bei der Fassung von Öcalan die Türkei unterstützt. Die Terrororganisation YPG, die ein Verbündeter der USA ist, vertreibt Kurden, die sich ihnen nicht beugen, aus ihren Wohngebieten. Diejenigen, die ihr Wohngebiet nicht verlassen haben, wartet der Tod, wie es für den Jugendlichen der Fall war, und noch ein langes Leben vor sich hatte. Aus beruflichen Gründen habe ich mir dieses Video mehrere Mal anschauen müssen. Eines der schwierigsten- und grausamsten Themen des Kriegsjournalismus ist es, dass man zusehen muss, wie Menschen ermordet werden. Während meiner 27 jährigen Berufszeit wurde ich Zeuge von zwei weiteren Mordfällen, die ich nicht vergessen kann. Einer davon war die Exekution einer Frau, die während des Bosnien-Kriegs in 1994 in Draçaz, vor den Augen ihrer Kinder ermordet wurde. Den zweiten Tod sah ich beim Zweiten tschetschenisch-russischen Krieg, der in 1999 begonnen hatte.

In der tschetschenischen Hauptstadt Grosny wurde eine Frau mit ihrem Kind auf dem Schoss erschossen. Als ich in ihre Augen sah, konnte ich ihre strahlenden Augen sehen. Das sind zwei oder drei Sekunden, die aber wie eine Ewigkeit dauert. Die Zahl der von der Terrororganisation YPG vertriebenen Kurden hat voraussichtlich 700 Tausend überschritten. Die sich angeblich im Namen der Kurden einsetzende Terrororganisation YPG/PYD, hat etwa 700 Tausend der insgesamt einer Million Kurden vertrieben. Wissen sie, in welchen Ländern PYD-YPG Terroristen Zuflucht finden? Und zwar in der Türkei, in dem Land, wo nach Ansicht von mehreren EU-Staaten Druck auf Kurden ausgeübt werde. Es sind etwa 500 Terroristen von der YPG geflüchtet und haben sich in der Türkei den Sicherheitskräften gestellt. Weil aber nicht nach der Ethnizität gefragt wurde, ist die genaue Zahl unbekannt. Aber die Zahl der sich der Barzani-Verwaltung im Norden des Irak gestellten kurdischen Flüchtlinge war als 70 erklärt worden.

Kurden haben in Syrien niemals einen Ausweis bekommen. Der Staatspräsident der Türkischen Republik, Recep Tayyip Erdoğan hatte zu seiner Zeit als Ministerpräsident, Druck auf den syrischen Machthaber Baschar al-Assad ausgeübt. Damit wurde begonnen, den Kurden in Syrien erstmals Ausweise auszustellen und ihnen Rechte zu erteilen. Seit tausenden Jahren lebten die syrischen Kurden auf ihren eigenen Territorien als Migranten.

Wussten Sie, dass die Kurden, die vor den Grausamkeiten von PYD-YPG fliehen, sich überall in der Türkei niederlassen können? Gleichzeitig verfügen sie über eine  Arbeitserlaubnis oder können sich auch selbstständig machen. Die zentralen Büros von allen demokratischen und zivilen oppositionellen kurdischen Organisationen befinden sich entweder in der Hauptstadt Ankara oder in Istanbul. Kurdische Oppositionelle haben keine Chance, in Europa zu überleben. Sie werden vor den Augen der europäischen Polizisten von PKK-YPG Mitgliedern angegriffen. Diese politischen kurdischen Führer flüchten deshalb sofort in die Türkei. Wenn wir all diese Themen vor Augen halten, beschäftigt uns die Frage, warum die US-amerikanische Demokratie tötet?


Keyword: Syrien , Irak , YPG/PYD , Demokratie , USA

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