Aus der Wirtschaftswelt (2017-31)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-31)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-31)

Gegenwärtig ist der effektivste, nachhaltigste und sauberste Weg dafür, wie die Länder ihren Energiebedarf über einheimische Quellen decken können, die vermehrte Nutzung von erneuerbaren Quellen.  Der Anteil des weltweiten Energieverbrauschs mit diesen Quellen, die aus natürlichen Ressourcen bezogen werden und sich fortwährend erneuern können, ist etwa um 20 Prozent gestiegen. Die Türkei passt sich diesem Trend an und erhöht immer weiter die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen. Die Türkei verfügt dank ihrer geographischen Lage über ein enormes Potential an erneuerbare Energiequellen. Im Vergleich zu einigen EU-Staaten hat die Türkei günstige Voraussetzungen. Um erneuerbare Energie produzieren und die dafür benötigte Technologie entwickeln zu können, muss die Türkei ihr gegenwärtiges Potential nutzen. Laut Berechnungen für das Jahr 2016  verfügt  die Türkei über 35 Gigawatt  starke Kraftwerke. Im gleichen Jahr lag der Anteil von erneuerbarer Energie in  Stromerzeugung bei etwa 35 Prozent. Während unter diesen Quellen den höchsten Anteil mit 26 Prozent Wasser einnimmt, folgten dem mit nur 9 Prozent Wind, Sonne, Geothermal und andere erneuerbare Energiequellen. Die Türkei investiert in hohem Masse an Wind- und Sonnenenergie. In diesem Zusammenhang ist der konkreteste  Schritt die vom Energieministerium ins Leben gerufene Nationale Energie- und Erzpolitik, womit darauf abgezielt wird, bei der Energieproduktion die Nutzung von erneuerbaren Ressourcen zu erhöhen.

Diese Politik hat es sich zum strategischen Ziel gesetzt, die unter der Kapazität der von der Türkei zur Verfügung stehendem Potential genutzten erneuerbaren Energiequellen sobald als möglich der Wirtschaft zu erschließen. Das zweite Standbein dieser Politik ist die Nationalisierung, die im Bereich der erneuerbaren Energiepolitik wichtige Entwicklungen mit sich bringen wird. Gemäß dieser Strategie wird die Nutzung von erneuerbaren Energieressourcen steigen, die Abhängigkeit an Ausland in Energie zurückgehen und importierte Energie durch einheimische ersetzt werden. Die Nationalisierungsstrategie hat auch den Prozess der erneuerbaren Energiebereiche (YEKA) mit sich gebracht. Der YEKA-Prozess ist für die steigende Kapazität der Türkei im Bereich der erneuerbaren Energiequellen und für die einheimische Produktion in erneuerbarer Energie-Technologien von großer Bedeutung.  In diesem Zusammenhang ist der erste Schritt im März in Karapınar bei Konya mit der Errichtung der größten Solaranlage der Türkei verwirklicht worden. In der Türkei, die hinsichtlich erneuerbarer Energiequellen sehr reich ist, verbirgt sich das meiste Potential in der Sonnenenergie. Auf der anderen Seite nimmt die Windenergie mit steigender Kapazität den zweiten Platz ein. In der Türkei, in der es sehr viele sonnige Tage gibt, wartet diese Quelle darauf, effektiv genutzt zu werden. Die mit der Ausschreibung YEKA1- Solaranlage zu tätigende Megainvestition in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar wird für die Nutzung dieses Potentials ein wichtiges Projekt sein. Im Rahmen des Projektes soll eine Solaranlage entstehen, die jährlich 1,7 Milliarden Kilowattstunden Energie erzeugt.

Nach der Sonnenenergie kommt ein Projekt für Windenergie. Gegenwärtig hat die Türkei in Windenergie ein Wachstum von 30 Prozent erreicht. In den kommenden Tagen soll eine Windkraftanlage mit einer Kapazität von 1000 Megawatt ausgeschrieben werden. Während in diesem Projekt zu 65 Prozent einheimisches Equipment und zu 85 Prozent einheimische Ingenieure im Einsatz sein werden, wird dieses Projekt auch sehr viele Arbeitsplätze verschaffen. Die von der Regierung für die Nationalisierung der Energie geleisteten Förderungen und Investitionen werden künftig sowohl die Abhängigkeit an Ausland in Energie verringern als auch einen wichtigen Beitrag für das Zurückgehen des Außenhandelsbilanzdefizits leisten. Die Türkei zielt mit dieser Politik und der Strategie darauf ab, ein Drehkreuz in Energie zu werden. Warum nicht?



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