Aus der Wirtschaftswelt (2017-26)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-26)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-26)

Die Türkei hat mit einem Wachstum von 5 Prozent im ersten Quartal des laufenden Jahres die Erwartungen übertroffen. Die erste positive Reaktion nach Bekanntgabe der Wachstumszahlen kam von den Märkten. Nun hat die internationale Ratingagentur Fitch ihre Prognose für die türkische Wirtschaft nach oben korrigiert. Bei den vorherigen Prognosen hatte die Agentur ihre Erwartungen für die Jahre 2017 und 2018 mit 2,8 Prozent sehr niedrig gehalten. Fitch erwartet nun ein doppelt hohes Wachstum. Der vorrangigste Grund für die Korrektur von Fitch ist das Wachstum von 5 Prozent im ersten Quartal des laufenden Jahres. Die ersten Schätzungen von Fitch für die Türkei im Jahre 2017 lagen bei 2,3 Prozent. Mit den immer besser werden Zahlen in der türkischen Wirtschaft hat Fitch die Wachstumsprognose auf 4,7 Prozent erhöht. Die auch in den kommenden Quartalen zu erwartenden positiven Wachstumszahlen machen eine Bonitätssteigerung von Fitch unbedingt notwendig. Vor der Bekanntgabe von Wachstumszahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres kam eine Korrektur zur Wachstumserwartung der Türkei von der Weltbank. Die nach oben korrigierten Zahlen von Weltbank und Fitch sind ein Zeichen dafür, dass dieses Wachstum nachhaltiger sein wird.

 Zur Erinnerung: Nach dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli hatten Fitch und andere Kreditratingagenturen sich schnell an die Arbeit gemacht und die Kreditwürdigkeit der Türkei herabgestuft. Die Türkei, deren Image man auf internationalen Märkten Schaden zufügen wollte, zeigte Widerstand und konnte mit ihrer starken Energie diese Hürden beseitigen. Die starke Haltung und Unterstützungen für die Wirtschaft der Regierung spielten in diesem Prozess eine gewichtige Rolle. Dass die in der Politik und Wirtschaft verwirklichten und angestrebten Reformen bei den Bewertungen von internationalen Institutionen für die Türkei  sehr wirkungsvoll gewesen sind, wurde mit der letzten Entscheidung von Fitch ersichtlich. Darüber hinaus sollte der Erfolg der Türkei unter den G-20 Staaten und OECD-Mitgliedern, die ein Wachstum weit über den Erwartungen verwirklichte, unbedingt erwähnt werden. Die Türkei belegt unter den G-20 Staaten hinter China und Indien den dritten Platz. Des Weiteren ist sie unter den OECD-Mitgliedern das zweitschnellwachsende Land. Die Bemühungen der Türkei, die es geschafft hat, nach dem gescheiterten Putschversuch unter den wichtigsten Industriestaaten der Welt hohe Wachstumszahlen zu erreichen und mit diesen Ländern zu konkurrieren, sind lobenswert. In diesem Zusammenhang ist das von der Türkei im ersten Quartal des laufenden Jahres geschaffte  Wirtschaftswachstum auch eine Antwort auf jene Kreise, die gegen die türkische Wirtschaft eine negative Wahrnehmung herbeiführen wollen.

Die Türkei hat mit dem Referendum am 16. April ein neues Kapitel eröffnet und einen Prozess eingeleitet, in der die politischen Ungewissheiten ad acta gelegt werden und die Stabilität zugrunde gelegt wird. Gegenwärtig herrscht durch die Maßnahmen sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft landesweit eine Vertrauensatmosphäre. In diesem Zusammenhang wird das zu anwendende System eine Road-Map vorbereiten, bei der die Stabilität zugrunde gelegt wird sowie die bürokratischen Hürden und mehrköpfige Entscheidungsgewalt beseitigt werden.  Da es  bis zum Jahr 2019 keine Wahlen stattfinden werden, werden in der Wirtshaft keine Instabilitäten erwartet. Beispielsweise werden einheimische und ausländische Unternehmer bei ihren Investitionen in diesem durch Sicherheit und Stabilität markierten Prozess nicht zögern. Auf der anderen Seite werden erhöhte Nachfragen im In- und aus dem Ausland dem Wirtschaftswachstum positive Beiträge leisten. Wir können die beachtliche Wirtschaftsleistung der Türkei im ersten Quartal als Vorboten bewerten. Nun gibt es eine Türkei, die sehr nah dran ist, ihre nachhaltigen und umfassenden Wachstumsziele zu verwirklichen und auf internationalen Märkten Wettbewerbsniveau zu erreichen. Die türkische Wirtschaft, die die globalen Wirtschaftsinstitute dazu gebracht hat, ihre Prognosen nach oben zu korrigieren, wird in der kommenden Periode mit den Reformen weiterhin starke Wirtschaftsleistungen erbringen.



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