Aus der Wirtschaftswelt (2017-20)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-20)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-20)

Die Golfstaaten, die an reiche Ölquellen verfügen, haben als wichtige Erdölförderer der Welt auf internationalen Märkten ein bedeutendes Mitspracherecht. In der Golfregion, wo die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi Arabien, Kuwait und Katar liegen, spielt beim Handel das Erdöl eine wichtige Rolle. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von etwa 755 Milliarden Dollar verfügt die Türkei in der Region über die am meisten entwickelte Wirtschaft. Die Türkei, die die Beziehungen mit den Ländern in der Region weiter ausbaut, pflegt zu den Golfstaaten starke Beziehungen sowohl im politischen als auch im wirtschaftlichen Bereich, was sich in den Außenhandelszahlen positiv widerspiegelt.  Mit 9,1 Milliarden Dollar liegen die Vereinigten Arabischen Emirate im Außenhandel auf Platz 1, gefolgt von Saudi Arabien mit 4,9 Milliarden Dollar. Die Türkei hat das Handelsvolumen mit  den Vereinigten Arabischen Emiraten, den sie als den größten Handelspartner in der Region sieht, innerhalb von einem Jahr um 36 Prozent gesteigert.

Dies ist ein Zeichen dafür, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in verschiedenen Sektoren entwickelt, zudem Partnerschaften und Investitionen weiter ausgebaut werden. Bei Betrachtung der Investitionen von Saudi Arabien in der Türkei ist zu sehen, dass in den vergangenen 10 Jahren ein deutliches Plus verzeichnet wurde, wobei die Investitionen zwischen beiden Ländern sich in den Bereichen Textil und Tourismus intensivieren.

Katar hingegen nimmt bei den aktiven Beziehungen der Türkei mit den Golf-Staaten in den vergangenen Jahren einen besonderen Platz ein. Der Golfstaat Katar ist mit dem LNG-Export in 21 verschiedene Länder Nummer Eins beim LNG-Export. Die Türkei indes, die ihren Bedarf an Gas aus dem Ausland deckt, bezieht zu 68 Prozent des LNG-Imports aus Katar. Eines der Hauptziele der Türkei, die im Rahmen ihrer nationalen Energiepolitik die Investitionen am LNG-Handel steigert, ist, baut bei den Handelsbeziehungen mit Katar auf langfristige Stabilität. Ein weiter Golfstaat Kuwait, das von Staatspräsident Erdogan am 9. Mai besucht wurde, hat ebenfalls reiche Ölreserven. Das Land erwirtschaftet zu 70 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts aus dem Verkauf vom Öl und Gas. Während im Handel zwischen der Türkei und Kuwait Öl und Nebenprodukte in den Vordergrund treten, gibt es andererseits auch Tätigkeiten des Privatsektors. Es wird erwartet, dass der Besuch des Staatspräsidenten die gut verlaufenden bilateralen Beziehungen im positiven Sinne beeinflusst. Dass in diesem Zusammenhang die Banken der Golfregion in der Türkei Vertretungen eröffnen, ist für Investitionen aus der Golfregion ein Anziehungspunkt geworden.

Dieser Schritt, der darauf abzielt, die Geschäftsmöglichkeiten und Investitionen zwischen der Region und der Türkei auszubauen, ist hinsichtlich der wirtschaftlichen Integration der Türkei mit dieser Region von großer Bedeutung. Ein weiterer Vorstoß, mit dem die Investitionen aus den Golfstaaten steigen werden, ist der gemeinsame Fonds zwischen der Türkei und den Golfstaaten. Mit diesem Fonds sollen die Firmen unterstützt werden, die in der Türkei investieren möchten.

Dieser Fonds wird bei der Entwicklung der Sektoren Finanzen, Infrastruktur und Energie, für die in der Türkei am meisten Investitionen notwendig sind, eine wichtige Rolle spielen.

Das Außen Handelsvolumen zwischen der Türkei und den Golfstaaten ist in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Kooperationen kontinuierlich gewachsen. Zur Förderung der Handelsbeziehungen, die man weiter ausbauen möchte, sollten die gegenseitigen Investitionen weiter angekurbelt werden. Die Vorstöße zwischen der Türkei und den Golfstaaten werden auch den regionalen Handel stärken. Die in ähnlicher Form zu führenden Partnerschaften werden auch ernsthaften Kapitalfluss aus den Golfstaaten mit sich bringen. Mit Unterstützung der geplanten gegenseitigen Investitionen wird erwartet, dass sowohl die politischen als auch die ökonomischen Beziehungen zwischen den Golfstaaten und der Türkei ausgebaut werden.

 

 

 



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