Aus der Wirtschaftswelt (2017-18)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-18)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-18)

Das „Ja“ beim Referendum am 16. April in der Türkei ist auch ein Wendepunkt für das Fortbestehen der politischen und wirtschaftlichen Stabilität. Das neue System wird neben Politik auch Änderungen und Wandel in der Wirtschaft mit sich bringen. Die Beseitigung der Hürden vor dem wirtschaftlichen Aufschwung und höhere Wachstumsraten sind einige der Ziele, die mit dem neuen System erreicht werden sollen. Während die Chancen, die durch das neue System gewährleistet sein werden, eine nach dem anderen erörtert werden, ist die Road-Map im Wirtschaftsbereich von kritischer Bedeutung. Im vorliegenden Prozess, in dem strukturelle Reformpolitik von Nöten ist, wird es als wichtig erachtet, das Wachstum wieder anzukurbeln und dabei das Arbeitsklima zu verbessern.

Für das Sinken der im Jahre 2016 mit 12,7 Prozent angegebenen Arbeitslosigkeit sollte die Beschäftigungsmobilität fortgeführt und für die Schaffung von  2 Millionen neuen Arbeitsplätzen sollte eine dementsprechende Politik betrieben werden. Die Jugendarbeitslosigkeit von 24 Prozent sollte zurückgehen und mehr Arbeitsplätze für Frauen geschaffen werden. Das beim Referendum erzielte Ergebnis ist ein Anzeichen für die Überzeugung des Volkes, dass mit dem neuen System die Stabilität Fortbestand haben wird.  Das „Ja“ beim Referendum hat dem reellen Sektor das von ihm benötigte Vertrauen geschenkt. Es wird erwartet, dass die Türkei mit neuen System mehr ausländisches Kapital zieht. Zudem wird erwartet, dass  die einheimischen und ausländischen Investoren sich an das System, dem Stabilität und Vertrauen zugrunde gelegt wird, schneller integrieren werden. Um das für hohe Wachstumsrate gesetzten Ziele erreichen zu können, sollte für die Türkei das vorrangigste Thema die 4. Industrierevolution sein. Gegenwärtig sollten sich alle türkischen Produzenten sich an die auf digitale Technologie beruhende Industrie 4.0 anpassen können.

Um eine auf Produktion basierenden Wandel verwirklichen zu können, sollte ein an technologische Entwicklungen integriertes System errichtet werden.  In dem Finanzsektor, in dem ausländische Investoren am aktivsten sind, wird erwartet, dass die politische Stabilität positive Folgen haben wird. Ein weiteres Ziel in  diesem Prozess sollte es sein, die Stabilität im Dollar/TL Kurs langfristig zu wahren. Insbesondere die Tätigkeiten der im Energiesektor  aktiven ausländischen Investoren sollten aufmerksam verfolgt worden. Wenn wir auf die vergangenen 10 Jahre zurückblicken sehen wir, dass für die importierte Energie 44 Milliarden Dollar ausgegeben wurden. In diesem Zusammenhang steigt der Bedarf an einheimische Energiequellen, wobei die Entwicklungen bezüglich einheimischer Energiequellen hoffnungstragend sind. Es ist von großer Bedeutung, dass den Entwicklungen in der erneuerbaren Energie Schwung verliehen wird, die mit importierten Stoffen betriebenen Kraftwerke entlastet und für die Vervielfältigung des Energieangebots Nuklearanlagen gebaut werden.

Hierbei sind die einheimischen und ausländischen Investitionen von großer Bedeutung.

Die Türkei kann mit der weniger werdenden Abhängigkeit an importierter Energie und mit einheimischer Produktion das Leistungsbilanzdefizit ausgleichen. Zudem werden die von der als neue Vision angegebenen nationalen Energiepolitik dargelegten Ziele für die kommenden 10 Jahre die Türkei zu den wichtigsten Akteuren in ihrer Region verwandeln. Eine langfristige und auf Stabilität beruhende Politik in der Wirtschaft im Zuge dieses Prozesses ist für den Bestand der  Reformen von großer Bedeutung.  

Diese Entwicklungen, die eine Stütze für das Wirtschaftswachstum sind, werden beim Erlangen von makroökonomischen Zahlen eine erhebliche Wirkung haben.



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