Aus der Perspektive der Türkei (2017-17)

Ausbau der Raketenabwehrsysteme.

Aus der Perspektive der Türkei (2017-17)

Die sich ausweitenden Krisengebiete im Nahen Osten und die Akteure außerhalb des Staates zwingen regionale Mächte wie die Türkei ihre Abwehrsysteme auszubauen. In dieser Woche wollen wir im unserer Programmreihe die strategischen Verteidigungssysteme und die Arbeiten der Türkei bezüglich des Themas im Lichte der steigenden Risiken im Nahen Osten analysieren.

 

Die Türkei, die im Breitengrad des Nahen Osten liegt, hat in den vergangenen 50 Jahren viele Gefechte, Krisen und Kriege erlebt. Darunter sind zwischenstaatliche Kriege und Hybridkriege. Die Türkei sieht sich heute mit verschieden Gefahren konfrontiert.  Daher zielt man vor allem im Zuge des Prozesses nach dem 15. Juli einen umfangreichen und tiefgreifenden Wandel in der Verteidigungssicherheit.

Die Türkei steht seit den 1960ger Jahren unter einer ballistischen Raketengefahr. Da die Türkei unter dem Schutzschirm der NATO steht, war sie  lange Zeit nicht auf der Suche gegen diese Gefahr. Heute gibt es verschiede Raketenbedrohungen unmittelbar der Türkei.

Der Iran verfügt seit 10 Jahren über Systeme mit einer Reichweite von 1.500 Kilometer. Russland hat im Jahr 2008 auf Georgien eine taktische ballistische Rakete abgefeuert.  Heute setzen die Krim und die osteuropäischen Staaten die Alexander Rakete mit einer Reichweite von 500 Kilometer als Mittel der Außenpolitik ein. Die Unruhen und Konflikte in Syrien haben zu einem Bürgerkrieg geführt und die Existenz von Terrororganisationen wie DAESH und PKK in Syrien und im Irak, hat dazu geführt, dass die Türkei diese Suche und Aktivitäten beschleunigt hat. Es ist unausweichlich geworden, dass die Türkei gegen die  erhöhten Risiken in den Nachbarstaaten sowie den Raketensystemen und C-Waffen verschiedene Maßnahmen trifft.  Diese Bedenken bestimmen die Nahost-Politik der Türkei und haben Priorität.

 

Die strategische Luftverteidigung, die große Strategie der Länder und die  Außenpolitik sind in wichtiges Themas. Die Eigenschaften und Besonderheiten des Verteidigungssystems hängen von den Eigenschaften der abgefeuerten Raketen ab. Es ist unmöglich ballistische Raketen mit einer Reichweite von 1.500 Kilometer und mehr in der Atmosphäre abzuwehren. Dafür müssen  Frühwarnsatelliten im Weltraum unterschiedlich positioniert werden und spezielle Sensoren wie auf der Radarstation in Kürecik in der Türkei nötig. Die Entwicklung und Produktion dieser Technik ist sehr kostspielig. Auf dem Gebiet der ballistischen Raketen entwickeln sich neue Technologien und Lösungen. Die Systeme, die bald eingesetzt werden  sollen, könnten die gegenwärtigen Systeme irrelevant machen. Im Vordergrund dieser Entwicklung steht Decoy.

 

Decoy sind Infrarot-Täuschkörper und dienen der Abwehr  IR-gesteuerter Fliegerabwehr-Flugkörper beziehungsweise Luft-Luft-Flugkörpern und werden je nach vermuteter Bedrohung in voreingestellten Sequenzen automatisch ausgestoßen. Die Täuschkörper sind prinzipiell starke Fackeln, deren IR-Strahlung den Spektralbereich der vom Flugzeug ausgestoßenen heißen Triebwerksabgase simulieren oder überdecken soll. Die USA haben beispielweise in den vergangenen 30 Jahren 350 Milliarden Dollar für die Raketenabwehr ausgegeben. Aktuell geben die USA jährlich im Durschnitt 10 Milliarden Dollar für die Raketenabwehr aus.

 

Die Türkei verzeichnet im Radarbereich ernste Fortschritte. Eines der wichtigsten Projekte in den vergangenen Jahren auf dem Gebiet ist MilGem (Nationales Schiff), das von dem Unternehmen Thales und ASELSAN produziert wird. Das Projekt SMART-S Mk2 impliziert ein einen 3-D Meeresplattform-Überwachungsradar.

 

Die türkische Verteidigunsgindustrie hat vor allem ab 2002 einen großen Vorstoß unternommen. Sie hat sehr erfolgreiche Projekte umgesetzt. Im Zuge der Belebung des Sektors wurden zahlreiche Projekte initiiert. Ein großer Teil dieser Projekte sind Prototypen oder stehen kurz vor der Serienproduktion. In der gegenwärtigen Situation fokussiert sich die türkische Verteidigungsindustrie auf die Prozesse Serienherstellung, Betrieb, Fortseztung und Nachhaltigkeit.

Der Export, der wichtigste Teil der Nachhaltigkeitsphase, wo die türkische Verteidigungsindustrie eine ernste Entwicklung zeigt.

 

 



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