Aus der Wirtschaftswelt (2017-16)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-16)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-16)

Die Türkei steht sowohl im politischen und wirtschaftlichen als auch in anderen Bereichen vor einem großen Wandel. Die neue nationale Energie- und Mineralpolitik, die mit dem Slogan “Unabhängige Energie, starke Türkei” ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, der Türkei in Energie eine Road-Map vorzubereiten. Somit soll der Türkei  im internationalen System ein Sprung verliehen werden. Die nationale Energie- und Mineralpolitik stützt auf drei Pfeiler; und zwar die Sicherheitsgewährleistung beim Energieangebot, einheimische Energie und Bildung eines Energiemarkts. Der Umfang und die Verantwortung dieser drei Vorhaben sind von Interesse für alle Beteiligten im Energiesektor. So wird eine breit ausgelegte und umfangreiche Energiepolitik gebildet. Während diese Politik Schritt für Schritt darlegt, was in Energie von Produktion bis zum Konsum gemacht werden soll, befasst sie sich mit der Nutzung von vorhandenen Ressourcen. Sie bemüht sich auch darum, geopolitische und geophysische Karten zu erstellen.

Nun, warum braucht die Türkei eine solche Politik? Es kann an einigen Anhaltspunkten festgehalten werden.

Als erstes soll der von der Türkei in den vergangenen 15 Jahren in der Wirtschaft zustande gebrachte Wandel in Energie gekrönt wird,

Der Türkei soll der Aufstieg von der Gruppe der Länder mit mittlerem Einkommen auf die Gruppe der Länder mit hohem Einkommen ermöglicht werden,

Es soll ein höheres BIP erreicht und der Aufstieg unter die 10 größten Wirtschaften der Welt geschaffen  und in diesem Zusammenhang Energie mit niedrigem Kosten gewonnen werden,
Darüber hinaus soll verhindert werden, dass schwankende Energiekosten die Wirtschaft nicht beeinträchtigen,

Daneben soll der Anteil der aus dem Ausland importierten Energie, der bei 70 Prozent liegt, reduziert werden,

Die einheimischen Energieressourcen sollen effektiv genutzt werden.  In diesem Zusammenhang ist es vorgesehen, im Mittelmeer und Schwarzmeer nach Erdöl und Erdgas zu bohren,

Das Energieangebot und vervielfältigen und nach alternativen Energiequellen suchen,

Die eventuellen Risiken beim Erdgasangebot  wegen politischen und technischen Problemen minimieren und die Kapazität bei Erdgasverlagerung erhöhen,

Steigerung von einheimischer Industrieproduktion bei Produktion und Verbrauch von Energie; Mehr Forschung und Entwicklung im Energiesektor und Bildung eines konkurrenzfähigen Systems,
 

Mehr Rollenzuweisung an Privatsektor im Energiebereich und Verwandlung der Türkei zu einem Globalplayer im globalen Energiesystem,

Und es ist ganz offensichtlich, dass die Türkei solch eine Politik unbedingt braucht, damit sie sich zu einem Energiehandelszentrum verwandeln kann.  

Die Türkei hat in den vergangenen 10 Jahren für die importierte Energie etwa 44 Milliarden Dollar und für die Mineralien 10,6 Milliarden Dollar ausgegeben. Summasumarum betrug die Energierechnung der Türkei 55 Milliarden Dollar, was sich als Defizit bei den laufenden Verbindlichkeiten niederschlug. Wenn also nicht gewollt wird, dass mit der wachsenden Wirtschaft auch die Energierechnung steigt, sollte dieses Defizit-Energie Dilemma   beendet werden. Hierbei sollte nicht nur das Thema in den Vordergrund stehen. Für die Entwicklung der Infrastruktur und des Privatsektors der wachsenden Türkei sowie Verwandlung in einem regionalen und globalen Player sollte eine umfangreiche Vision hervorgebracht werden.  All dies wird der Türkei den Aufstieg in die Oberliga also den Beitritt in den Club der Reichen ermöglichen.

 

 



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