Aus der Wirtschaftswelt (2017-15)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-15)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-15)

     Die Wachstumszahlen für 2016 sind am vergangenen Freitag veröffentlicht worden. Die Zahlen legen offen dar, dass die Türkei die Erwartungen übertroffen und ein Wachstum von 2,9 Prozent verzeichnet hat. Wenn auch die wegen der seit 2002 gewährleisteten politischen Stabilität das Wirtschaftswachstum stets wichtig war, sind die Zahlen für das Jahr 2016 dennoch von besonderer Bedeutung. Denn es passierten in diesem Jahr in der Türkei einige negative Dinge, beispielsweise der Putschversuch vom 15. Juli. Die einzige Frage nach diesen Entwicklungen war, welche Folgen diese Entwicklungen für die türkische Wirtschaft haben werden.  Nach dem FETÖ-Putschversuch ist die Türkei von internationalen Kreditratingagenturen, die diese Entwicklung als eine günstige Gelegenheit sahen, auf die Zielscheibe gesetzt geworden. So stuften sie die Bonität der Türkei „investierbar“ eine nach dem anderen ab.  Es war vorgesehen, dass die Schrumpfung im dritten Quartal lange Zeit anhält; bis die Zahlen zum letzten Quartal und das durchschnittliche Jahreswachstum bekannt gegeben wurden.

Die Türkei hat im vierten Quartal mit einem Wachstum von 3,5 Prozent die Erwartungen übertroffen und ein Jahreswachstum von 2,9 Prozent verzeichnet, was ein Anzeichen dafür ist, dass die Stärke der Türkei auch in Zukunft anhalten wird. Hier muss gefragt werden,  welche Bedeutung dieses hohe Wachstum im Jahre 2016 trotz negativer Entwicklungen hat? Es hat der Türkei ermöglicht, unter den G20- Staaten nach Indien, China und Indonesien auf den vierten Platz zu klettern. Auf der anderen Seite stieg auch das Pro-Kopf-Einkommen auf 10.807 US-Dollar. Nach diesen Erläuterungen kann daran festgehalten werden, dass die Türkei trotz negativer Entwicklungen im In- und Ausland, unter anderem der Gezi- Vorfälle, den Terroranschlägen, dem abgewendeten Putschversuch, den negativen Entwicklungen in den Nachbarstaaten, der globalen Wirtschaftsprobleme, Zinserhöhung der US-Zentralbank und  der ungewissen Zukunft der USA unter Präsident Donald Trump ein beachtliches Wachstum verzeichnet und global ihren Einfluss gesteigert hat. Zudem wird sie wie die großen Wirtschaften Indien und China auf internationaler Ebene eine entscheidende Rolle spielen können. Die türkische Wirtschaft, die von 2002 bis 2008 ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum verzeichnete,  wurde von der Wirtschaftskrise im Jahre 2008 gewissermaßen beeinträchtigt, konnte aber ab 2009 den Aufwärtstrend wieder fortsetzen.  

In diesem Zusammenhang sollte es einen nicht verwundern, dass die seit dem Jahr 2002 wachsende türkische Wirtschaft, sich im Jahre 2016 wieder in der Lage versetzte hat, auf globaler Ebene ein Wörtchen mitzureden. Die Präsenz der Kreise im In- und Ausland, die eine wachsende Türkei nicht wollen, bildet eine Gefahr für die türkische Wirtschaft. Um die besagten Gefahren abzuwenden, sollte die Türkei anstatt eines Wachstums durch Binnenkonsum, ein Wachstum, das auf Produktion, Investitionen und Exporte beruht, bevorzugen. Die Türkei sollte, um das bisherige Wirtschaftswachstum auch im kommenden Jahr aufrechterhalten  zu können, sowie die im mittelfristigen Programm für 2017-2019 vorgesehene Wachstumsrate von 4,4 Prozent zu erreichen, neben Export die Priorität auch auf Technologie basierende Investitionen sowie auf die Bereiche Finanzen, Bildung, Energie, Tourismus und Beschäftigung legen.  Die Investitionen, die als treibende Kraft für das Wachstum fungieren, werden die türkische Wirtschaft gegen Schocks im In- und aus dem Ausland widerstandsfähiger machen. Um die für 2023 gesetzten Ziele erreichen zu können, sollte die Türkei eine Politik wählen, die darauf bedacht ist, Waren mit Mehrwert zu produzieren sowie die Investitionen zu steigern und mehr Arbeitsplätze zu schaffen, was den globalen Einfluss der Türkei in ihrer Region und auf der Welt steigern wird.  

 

 

 

 

 



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