Aus der Wirtschaftswelt (2017-09)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-09)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-09)

Die nach den Wahlen im Jahre 2002 gewährleistete politische Stabilität hat die Entscheidungsprozesse beschleunigt und dadurch konnte sich die türkische Wirtschaft rasch erholen. Während im Jahre 2002 und danach ein starker Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnet wurde, registrierte man bei vielen makroökonomischen Indexen, vor allem bei Zinsen und Inflationsraten eine starke Erholung. Nach der Schaffung von besten Voraussetzungen, wandten sich die in den 90’er Jahren ferngebliebenen Investoren wieder auf die Türkei zu. Die Türkei wuchs mit ihrer jungen, dynamischen, qualifizierten Bevölkerung und mit geopolitischen Vorteilen rasch. Nach diesen Entwicklungen hob sich die Türkei unter den Schwellenländern hervor.  In diesem Zusammenhang hat  die Türkei mit den nach 2002 umgesetzten und geplanten Mega-Investitionsprojekten, mit ihren historisch-kulturellen Erfahrungen, sich entwickelnden  Märkten, Finanzprodukten und der Dienstleistungsvielfalt diese Entwicklung fortgesetzt.

Die in diesem Zusammenhang gesetzten Ziele bis zum Jahr 2023 und die Bemühungen für das Erreichen eines dieser wichtigsten Ziele, die Türkei bis zum Jahr 2023 unter die wichtigsten 10 Wirtschaftsmächten zu etablieren, halten trotz der in jüngster Zeit im In- und Ausland vorgefallenen Entwicklungen an. Die in den vergangenen 15 Jahren in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Infrastruktur, Forschung und Entwicklung umgesetzten Projekte können als gute Beispiele dafür genannt werden. Einige Megaprojekte wie die Yavuz Sultan Selim Brücke, Marmaray, Eurasien-Tunnel, Istanbuler Finanzzentrum, Energiebörse sowie die noch in Planung stehenden Projekte werden der Türkei dazu verhelfen, unter die 10 wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt aufzusteigen. In diesem Zusammenhang ist für die Finanzierung von Großprojekten der Vermögensfonds der Türkei (TVF) von kritischer Bedeutung. Dass die besagten Projekte mit dem TVF ohne neue öffentliche Verschuldungen verwirklicht werden können, sind sowohl für die Finanzierung von Investitionen als auch für die Steigerung von Sparquoten sehr wichtig.

Mit Umsetzung dieser Projekte wird die Türkei es schaffen, ihre geographische und geopolitische Macht in eine Wirtschaftsmacht umzuwandeln und zu einem Anziehungspunkt der Region zu werden. 

Auf der anderen Seite hat die Türkei  mit den Megaprojekten in den Bereichen Verkehrswesen, Finanzen, Bildung und Gesundheit gezeigt, dass sie an Projekten nicht mit  kurzfristigen sondern langfristigen Einnahmen interessiert ist. In diesem Zusammenhang ist es für das Aufsteigen der Türkei unter die wichtigsten Wirtschaften der Welt von Bedeutung, dass neue Investitionsprojekte ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.  Es ist zudem für das Erreichen der Ziele wichtig, dass in jeder Produktionsphase der technologische Wandel geschaffen werden kann. Dass die Türkei die begrenzte Zahl von Hightech-Produkten im Export vermehrt benutzt, wird der türkischen Wirtschaft Produkte mit hohem Mehrwert schaffen. Wenn die Türkei all dies schafft, wird sie auf dem globalen Markt wettbewerbsfähiger sein und dem Erreichen der Ziele einen Schritt näher kommen. Im Endeffekt werden die mit der nach 2002 gewährleisteten und anhaltenden politischen Stabilität geschaffenen Megaprojekte auch zögernde einheimische und ausländische Investoren anlocken. Der Entwicklungsprozess der Türkei, den man zuletzt mit dem Putschversuch verhindern wollte, wird ohne Unterbrechung mit den anhaltenden Investitionen fortgesetzt werden. 



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