Aus der Wirtschaftswelt (2017-06)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-06)

Aus der Wirtschaftswelt (2017-06)

Nach dem der Globalisierung Schwung verliehen wurde, sind die Barrieren vor den Handelsaktivitäten zwischen den Ländern beseitigt worden. Letztendlich kam es zu der Globalisierung. Die Finanzzentren, die für ein effektives Handeln von Finanzinstituten errichtet worden sind,  übernehmen in diesem Zusammenhang für die Belebung des Handels von jeweiligen Ländern und für die Anlockung von internationalen Investoren in das Land eine kritische Rolle. Nachdem der globale Handel sich verbreitet und die Kapitalbewegungen sich intensiviert haben, leisten diese Zentren den makroökonomischen Indexen der jeweiligen Länder positive Beiträge. Dass die Länder Finanzzentren haben, leistet vor allem den direkten Investitionen, dem Technologietransfer und den Steuereinnahmen sowie dem Wirtschaftswachstum großen Beitrag. Dass die Finanzzentren neben wirtschaftlichen Vorteilen, sich auch zu den Standorten von Firmen entwickelten, unterscheidet die betreffenden Länder von den anderen Ländern auf derselben Geographie im positiven Sinne und schafft diesen Staaten mehr Einflussbereich. 

In diesem Zusammenhang sind London, New York und Frankfurt die wichtigsten Finanzzentren. Das Finanzzentrum London ist eine der bedeutendsten Zentren für die islamische Finanz zur Anlockung des Kapitals aus den Golfstaaten. Dieses Zentrum verwirklichte im Jahre 2007 seinen ersten Verkauf von SUKUK (zinslose Nutzung von Mobilien) und stellte London für das Kapital aus den Golfstaaten in den Vordergrund. Nachdem die wirtschaftliche Machtbalance vom Westen nach Osten verlagert wurde, entstanden auch in Asien wichtige Finanzzentren. Die bedeutendsten Finanzzentren im asiatischen Raum sind Hong Kong, Dubai und Singapur. Da sich China nach der Jahrtausendwende sich zu einem wichtigsten Industrieproduktionszentrum der Welt entwickelte, ebnete dies dem Land den Weg zu einer globalen Finanzmacht.

Eine Stadt, die sich zu einem Finanzzentrum entwickeln möchte: Istanbul

Im Zuge der Entwicklungen bei den Kapitalbewegungen hat die Türkei gemäß ihrer Zukunftsperspektive und der immer grösser werdenden Nachfrage die Idee eines Finanzzentrums entworfen. Mit diesem Projekt möchte man ein Zentrum für den Finanzdienstleistungsektor schaffen. Zudem wird dieses Zentrum der Türkei die Chance bieten, mit wichtigen Finanzzentren der Welt London, New York, Hong Kong und Frankfurt zu konkurrieren. Im Konkurrenzkampf mit anderen internationalen und regionalen Finanzzentren ist Istanbul im Sinne von islamischer Finanz und Vorteilen von wichtiger Bedeutung.

Die auf Finanzmärkten zunehmend an Bedeutung gewinnende islamische Finanz hat im Jahre 2015 einen Marktanteil von 1,2 Billionen Dollar erreicht und trat damit auf den globalen Finanzmärkten in den Vordergrund. Es wird bezweckt, die islamische Finanz, die in London einen großen Marktanteil hat, auf die Türkei mit einem Bevölkerungsanteil von 99 Prozent an Muslimen zu ziehen. Da es nach der Brexit-Entscheidung der Briten erwartet wird, dass die Rolle des Londoner Finanzzentrums verringert wird, nimmt die Bedeutung des Istanbuler Finanzzentrums immer weiter zu. Unter diesem Aspekt betrachtet wird es mit dem internationalen Finanzzentrum Istanbul möglich sein, eines der größten Probleme der Türkei, das kurzfristige Kapital in langfristige zu verwandeln. Im Endeffekt wird die Türkei als eines der Mitglieder der islamischen Entwicklungsbank, mit dem IFM-Projekt ihren Einfluss in der islamischen Welt ausbauen können. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Wachstumszahlen im Bankensektor und die parallele Entwicklung von Nebensektoren, Vermögensmanagement, Versicherungswesen und der Vermögensfonds, dem Ziel, Istanbul zu einem Finanzzentrum zu verwandeln, positive Beiträge leisten werden. Das Finanzzentrum wird eine aktive Rolle dabei spielen, dass die Türkei ihre Probleme im Finanzbereich verringert, Mega-Investitionen fortsetzt, die Schwankungen in der Wirtschaft abbaut und sich von den Bonitätsdrohungen der Kreditratingagenturen loslöst. Istanbul, das sich mit dem IFM-Projekt seit 2009 einen Platz im Globalen Finanzzentrumindex verschafft, schreitet dem Ziel, sich unter den wichtigsten Zentren zu etablieren, entschlossen voran.

 

 

 



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