Türkei-Panorama 2017-06

Dass z.B. die Umweltaktivisten gegen Erdoğan waren, hatte nichts damit zu tun, dass sie die Bäume vor ihm beschützen wollten. Wenn wir ein bisschen Geduld haben, werden wir sehen, dass die Großkundgebungen in den USA nicht zum Schutz der Muslime sind.

Türkei-Panorama 2017-06

Ein Kommentar des ehemaligen Kriegsreporters Erdal Şimşek.

 

Die Haltung des neuen US-Präsidenten Donald Trump gegenüber Flüchtlingen stieß selbst in den USA und in der freien Weltöffentlichkeit auf scharfe Reaktion. US-Amerikaner waren beinahe im Begriff, aus Protest gegen Trump in den Islam zu konvertieren. Wir als die Türkei sind an solche Feindseligkeiten gewöhnt, die an Verstandsfinsternis grenzen. Seit Jahren sind wir Zeuge einer unvernünftigen Feindseligkeit gegenüber Staatspräsident Erdoğan, der die neue Türkei aufbaut. In der Türkei vor Erdoğan gab es nicht ausreichend Ärzte, Lehrer und Asphaltstraßen im Lande. Nachdem Erdoğan an die Regierung kam, sorgte er dafür, dass sein Land in eine höhere Liga sprang. Im Gesundheitswesen wurde die Türkei zu einem der besten in der Welt. Zu einem äußerst günstigen Preis kann man sich heute in der Türkei behandeln lassen. Die Zahl der Universitäten mit moderner Bildung lag vor Erdoğan bei etwa 60. Jetzt liegt diese Zahl bei über 100. Etwa das Dreifache an Schulen wurde in der Ära Erdoğan eröffnet. Während vor Erdoğan in der Türkei selbst das Wort ‚Kurde‘ verboten war, gibt es heute Universitäten, deren Bildungssprache Kurdisch ist. Kurdische Dörfer und Siedlungen werden in ihre früheren Namen umbenannt. Die Kurden werden sowohl in Stadträten vertreten, als auch im nationalen Parlament. Gegen Erdoğan wird eine irrationale Feindseligkeitskampagne geführt, obwohl er seinem Volk einen hohen Lebensstandard und Demokratie dargeboten hatte. Der Grund dieser Feindseligkeit ist offenkundig. Der türkische Staatschef Erdoğan stellte sich gegen die Weltordnung, die nach 1945 gegründet wurde. Er meinte, die Vereinten Nationen seien nur ein Instrument mächtiger Staaten. Er erhob sich gegen das „Globale Zinsensystem“, das eine internationale Ausbeutungsordnung war. All das waren ausreichend Gründe, um ihn zum Feind zu erklären.

Über die türkischen Medien wurde gegen Erdoğan und seine Reformen ein ernsthafter Feindschaftsmechanismus eingeleitet. Leider konnten Erdoğan und sein Team gegen solche Mächte nicht effektiv vorgehen. Sie haben sich nur damit beschäftigt, das Wohlstands- und Fortschrittsniveau ihres Landes hochzufahren. Dasselbe gilt auch für die heutigen USA. US-Präsident Donald Trump erklärte, er werde die US-Wirtschaft ausbauen, die Steuereinnahmen effektiver ausgeben und sie der Zinsen- und Kriegslobby nicht preisgeben. Sobald Trump sich gegen das ‚Globale Zinsensystem’ erhoben hatte, begannen US-Medien ihn zum Teufel zu erklären und setzen seitdem eine schwarze Propaganda-Kampagne gegen ihn fort.

Und nachdem Trump ein Einreiseverbot gegen einige muslimische Länder verhängt hatte, eskalierte diese schwarze Propaganda in einen öffentlichen Krieg. Um ehrlich zu sein, war diese Entscheidung Trumps tatsächlich schlimm und grenzte an religiöser Diskriminierung.

Während Trump damit zum Teufel erklärt wurde, betrachteten andere seinen Vorgänger Barack Obama als einen ‚Heiligen‘. Ist das aber wirklich so?

Seit einiger Zeit wird behauptet, dass Obama eine einwandfreie achtjährige Amtszeit verbracht habe. Die Medien machen dermaßen viele Trump-gegnerische Sendungen, dass wir fast alle diesen glauben. Mit den Tatsachen sieht es aber in Wirklichkeit anders aus. Allein ein kurzer Blick in das Ära Obamas würde ausreichen, um einzusehen, dass Obamas Amtszeit eine schlechte und ausländerfeindliche Zeit war.

1. Der E-Mail-Skandal im US-Außenministerium

Es stellte sich heraus, dass Hillary Clinton, die damalige Außenministerin Obamas, über einen im März 2015 gebildeten Sonderserver sowohl kommerzielle als auch geheime Informationen der USA an andere Länder preisgegeben hatte.

2. Die Operation Fast&Furious:

Die Regierung Obamas verteilte an die Schmuggler tausende von Waffen, um mit ihnen mexikanische Drogenkartelle zu bekämpfen. Mit einer dieser Waffen wurde in Dezember 2010 der Chef der US-amerikanischen Grenzpolizei, Brian Terry ermordet. Das Team Obamas lehnte es ab, sich vor dem Parlament zu verantworten.

3. Um seine politischen Kontrahenten in die Enge zu treiben, erfasste Obamas Team in der Bundessteuerbehörde der USA (IRS) verfassungswidrig personenbezogene Daten und machte diese Personen zur Zielscheibe.

4. Am 11. September 2012 wurden der US-Botschafter in Libyen, Chris Stevens und drei weitere Personen bei einem Überfall auf das US-Konsulatsgebäude in Bengasi getötet. Der Botschafter hatte die damalige Außenministerin Hillary Clinton hunderte Male um Hilfe gebeten, doch sie ignorierte diese Ausrufe und kehrte ihm den Rücken und lehnte seine Forderung ab, zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen in Libyen zu treffen. Hillary Clinton sagte später, dass der Angriff auf den Botschafter eine Reaktion auf einen islamophobischen Film war. Später wurde anhand der E-Mails von Hillary Clinton klar, dass dieser Angriff einen terroristischen Hintergrund hatte und dass sie das selbst gewusst hatte.

5. Der 4. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten sieht vor, dass das Recht des Volkes auf Sicherheit der Person und der Wohnung, der Urkunden und des Eigentums vor willkürlicher Durchsuchung, Festnahme und Beschlagnahme nicht verletzt werden darf, und dass Haussuchungs- und Haftbefehle nur bei Vorliegen eines eidlich oder eidesstattlich erhärteten Rechtsgrundes ausgestellt werden dürfen. Dennoch wurde unter Obama das Volk verfassungswidrig überwacht, sämtliche Daten in elektronischen Geräten wurden auf Informationsbanken übertragen. Als der ehemalige CIA-Angestellte Edward Snowden diesen Skandal aufdeckte, sagte Obama: „Wir sammeln nur eure Metadaten. Es gibt keinen Grund zur Sorge.“ Tatsächlich liefern solche Daten der Regierung die erforderlichen Informationen.

6. Der Nahost-Konflikt: Schätzungsweise eine Million Menschen wurden im Nahen Osten getötet. Rund zehn Millionen Menschen wurden zu Flüchtlingen. Das alles hat die Regierung Obamas zu verantworten.

7. Unter Obama wurden zwei Millionen Flüchtlinge und Asylbewerber aus den USA ausgewiesen.

Die US-Amerikaner haben massenhafte Proteste gegen Trump gestartet, aber gegen Obama, der für die tagtägliche Ermordung von hunderten, ja tausenden Muslimen verantwortlich war, haben sie sich nicht erhoben. Wieso?

Die Antwort auf diese Frage ist offen. Denn Trump war der einzige US-amerikanische Politiker, der sich gegen die globale Bande, gegen die höhere Intelligenz gestellt hatte.

Dass z.B. die Umweltaktivisten gegen Erdoğan waren, hatte nichts damit zu tun, dass sie die Bäume vor ihm beschützen wollten. Wenn wir ein bisschen Geduld haben, werden wir sehen, dass die Großkundgebungen in den USA nicht zum Schutz der Muslime sind.



Nachrichten zum Thema