„Truppenabzug aus Syrien ist eine richtige Entscheidung von Trump“

Gastbeitrag von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan für New York Times.

„Truppenabzug aus Syrien ist eine richtige Entscheidung von Trump“

Nach Ansicht von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat US-Präsident Donald Trump mit dem US-Truppenabzug aus Syrien die richtige Entscheidung getroffen.

Staatspräsident Erdoğan bewertet in seinem Gastbeitrag für die US-Zeitung New York Times den US-Truppenabzug aus Syrien. Allerdings sollte der Prozess sorgfältig geplant und mit den richtigen Partnern durchgeführt werden, um die Interessen der internationalen Gemeinschaft und des syrischen Volkes zu schützen.

„Als Nato-Verbündeter mit der zweitgrößten Armee ist die Türkei das einzige Land, das mit seiner Kraft und Entschlossenheit diese Aufgabe erfüllen kann“.

Die Kurden in Syrien hätten nach Ansicht von Erdoğan keine Probleme. Ferner macht Erdoğan darauf aufmerksam, dass die separatistische Terrororganisation YPG/PKK Minderjährige rekrutiere.

„Uns ist bekannt, dass zahlreiche syrische Jugendliche Unter den Kriegsbedingungen keine andere Wahl haben, der von der Türkei und den USA als Terrororganisation eingestuften PYD/YPG, dem Ableger der Terrororganisation PKK, beizutreten.

Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch haben YPG-Terroristen gegen das internationale Recht verstoßen, indem sie Minderjährige rekrutieren. Nach dem US-Truppenabzug aus Syrien werden wir eine detaillierte Untersuchung einleiten und dafür sorgen, dass diese Kinder mit ihren Familien zusammentreffen“.

Die Türkei sei entschlossen, die Terrormiliz DEASH zu bekämpfen. Mit den Operationen Schutzschild Euphrat und Olivenzweig habe die Türkei verhindert, dass DEASH-Terroristen die NATO-Grenzen erreichen.

„Wir haben der Terrororganisation einen ernsten Schaden zugefügt und verhindert, dass sie Anschläge in der Türkei und in Europa verüben. Die Türkei wird sowohl für ihr eigenes Wohl als auch für die Sicherheit der internationalen Gemeinschaft weiter alles Erforderliche unternehmen“.

In seinem Artikel gab Erdoğan auch Anhaltspunkte über mögliche Akteure, die in Syrien eine Rolle spielen können.

„Eine weitere Priorität für uns ist es, dass die Vertretung von allen syrischen Gruppen gewährleistet wird. Unter Aufsicht der Türkei werden die syrischen Territorien, die unter der Kontrolle von YPG/PKK und DEASH stehen, von den Versammlungen verwaltet werden, die vom syrischen Volk gewählt werden. Jeder, der keine Verbindung zu Terrororganisationen hat, wird über das Recht verfügen, sein Volk in den Kommunen zu repräsentieren“.

Die Türkei gebe sich für die Wahrung der territorialen Integrität Syriens große Mühe.

„Die Türkei wünscht sich, in diesem Prozess alle Schritte in Zusammenarbeit und Koordinierung mit den befreundeten und verbündeten Ländern zu setzen. Die Türkei ist sowohl in den Genfer als auch in den Astana-Prozess eingebunden gewesen und somit der einzige Interessenvertreter, der zeitgleich mit den USA und Russland zusammenarbeiten kann. Wir werden auf diese Partnerschaften aufbauen, um die Arbeit in Syrien zu erledigen“, schrieb Staatspräsident Erdoğan in seinem Gastbeitrag für New York Times.



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