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Erdoğan: „Gerechtigkeit kann nicht mit den fünf ständigen UN-Mitgliedern hergestellt werden“

Staatspräsident Erdoğan nahm an der Asbchlussfeier des „TRT World Forum“ teil und beantwortete die Fragen zu aktuellen Themen.

Erdoğan: „Gerechtigkeit kann nicht mit den fünf ständigen UN-Mitgliedern hergestellt werden“

Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat in Ankara an der Abschlussfeier des „TRT World Forum“ unter dem Motto „In einer gespaltenen Welt den Frieden und die Sicherheit neu überdenken“ teilgenommen. Der Staatspräsident beantwortete bei der Abschlussfeier des „TRT World Forums“ die Fragen des Moderators.

Dabei sagte Erdoğan, „die Vereinten Nationen habe für Gerechtigkeitsfragen immer noch keine Lösung gefunden. Die Zeiten von fünf ständigen Mitgliedern bei der UNO sind nun vorbei, weil die Bedingungen des Zweiten Weltkriegs nicht mehr herrschen. Nun ist an der Zeit einer Wandlung und einer Erneuerung.“

„Für den israelisch-palästinensischen Konflikt ist  immer noch keine Lösung gefunden worden. Dieses Problem konnte nicht gelöst werden, weil alle bisher gegen Israel gefassten  Beschlüsse nicht umsetzbar sind. Solange Israel diese Beschlüsse annimmt oder sie nicht einhält, kann sich niemand wagen etwas zu sagen oder etwas gegen Israel zu sagen. Der Weltsicherheitsrat besteht aus fünf ständigen Mitgliedern. Wenn einer dieser Mitglieder Veto einlegt, kann man die Sache vergessen.“

„Die Vereinten Nationen bestehen aus 193 Mitgliedsländern. Daher muss für all diese Mitglieder eine turnusmäßige Mitgliedschaft eingeführt werden. Andernfalls ist es unmöglich, mit den fünf ständigen Mitgliedern, die Gerechtigkeit auf der Welt zu gewährleisten. Es ist ein Weltsicherheitsrat erforderlich, indem alle sieben Kontinente repräsentiert werden. Daher ist dringend eine Reform erforderlich.“

Im Zusammenhang mit dem heutigen Terroranschlag in der Türkei, dem sieben Soldaten zum Opfer gefallen sind, sagte Staatspräsident Erdoğan, „wir werden die Terroristen fassen und sie vor der Justiz zur Rechenschaft ziehen. Die Terroristen werden das 1 zu 100 heimzahlen. Die Türkei wird den Kampf gegen den Terror entschlossen fortsetzen.“

Über die Unterstützung von Terrororganisationen in Syrien durch die USA sagte Erdoğan, „sie haben den Terroristen bisher mit 19tausend LKWs Waffen und Munition geliefert. Die türkischen Soldaten werden syrisches Territorium erst dann verlassen, wenn das syrische Volk seine Verwaltung wählt. Dann wird die Türkei ihre Soldaten aus Syrien abziehen und die Kontrolle den eigentlichen Besitzern überlassen.“

„Leider ist Palästina nicht mehr das, was es in 1948 war. Denn in Palästina ist eine Enteignung vorhanden. Wenn man sich die Karte von 1948 anschaut, kann man die territoriale Integrität von Palästina sehen und wie klein Israel gewesen war. Im Jahr 2018 sei alles umgekehrt.  

Über die Ansicht von einigen Kreisen, wonach die Europäische Union einem Ende naht, betonte Erdoğan, er sehe auch dieselben Anzeichen.

„Es wäre gut wenn die EU endlich eine Entscheidung trifft, damit die Türkei ihre Richtung bestimmen kann. Denn der EU-Beitrittsprozess der Türkei hält seit 1963 an und die Türkei wird immer noch hingehalten. So eine Unterdrückung ist nicht annehmbar. Aber die Türkei kann der EU viele Beiträge leisten. Auch die EU kann der Türkei Beiträge leisten. Wenn es aber so weitergeht, muss man schauen, wie sich die 81 Millionen zählende türkische Bevölkerung zu diesem Thema entscheidet.“

In einigen europäischen Ländern würden im Jahr zwei bis drei Referenden verwirklicht. Aber man sollte sich den Volksumfragen gewöhnen.

Über die Lage der türkischen Wirtschaft sagte Staatspräsident Erdoğan, wir werden gegenüber dem Handelskrieg nicht aufgeben.



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