Erdoğan bewertet für Wall Street Journal Lage am Krisenherd Idlib

Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat vor einem Menschheitskrise und einer Gefährdung der Sicherheit angesichts der Operation des syrischen Regimes in Idlib gewarnt.

Erdoğan bewertet für Wall Street Journal Lage am Krisenherd Idlib

Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat vor einer Menschheitskrise und einer Gefährdung der Sicherheit angesichts der Operation des syrischen Regimes in Idlib gewarnt. In einem Artikel für die US-Zeitung Wall Street Journal schreibt Erdoğan, „während Operationen am Horizont von Idlib aufziehen, muss die internationale Staatengemeinschaft ihren Verantwortungen nachkommen. Eine passive Haltung werde viel kosten. Das syrische Volk darf der Gnade von Baschar Assad nicht überlassen werden“, unterstreicht der Staatspräsident.  

Erdoğan legte die Haltung der Türkei im Zuge der jüngsten Entwicklungen in der syrischen Stadt Idlib für den Wall Street Journal unter der Überschrift „Die Welt muss Assad stoppen“ offen. Die Türkei habe im Bezug auf Idlib alles in ihrer Macht stehende getan, aber die Taten des Assad-Regimes in den letzten sieben Jahren seien auf der Hand.  

Der Staatspräsident wies auf die Angriffe des Assad-Regimes hin. „Das Ziel des Assad-Regimes in Idlib ist kein wahrer und effektiver Kampf gegen den Terror, sondern die Eliminierung der Opposition ohne dabei einen Unterschied zu machen.“, so die Bewertung von Erdoğan.

Der Staatspräsident bewertete in seinem Artikel Idlib als „letzte Ausfahrt vor der Brücke“. „Sollten die EU und USA bei der Ergreifung von Vorstößen scheitern, dann müssen dafür nicht nur unschuldige Syrer, sondern die ganze Welt einen Preis zahlen. Die Türkei habe alles Mögliche unternommen, um das Massaker in ihrem Nachbarland zu stoppen.“, schreibt Erdoğan.

Die Türkei habe mit große Hingabe über 3,5 Millionen Syrer bei sich aufgenommen.

Die Türkei und Syrien seien gleichzeitig zur Zielscheibe des angeblichen Islamischen Staats (DAESH) und der separatistischen Terrororganisationen PKK geworden. Weder die großen Opfer in Hinblick auf die humanitären Hilfen, noch die Sicherheitsbedenken konnten an der Entschlossenheits Ankaras rütteln.

Erdoğan appellierte im Thema Idlib an Washington, Moskau und Teheran. Die USA, die ihr Augenmerk auf den Einsatz von C-Waffen gerichtet habe, müsse eine „launische Hierarchie“ angesichts der Todesopfer ablehnen. Mit konventionellen Waffen seien unzählige Verbrechen begangen worden, aber vom Stopp des Massakers in Syrien sei nicht nur der Westen verantwortlich. Auch Russland und der Iran, als Partner des Astana-Prozesses, seien für einen Stopp der Menschheitskrise mitverantwortlich.

Ferner heißt es in dem Artikel von Erdoğan, „Das Assad-Regime ist bemüht seine Angriffe als Kampf gegen den Terror zu legitimieren. Hier darf kein Fehler begangen werden: Im Kampf gegen den Terror verdiene kein Land so viel Anerkennung wie die Türkei. Die Lösung von Baschar Assad ist falsch. Unschuldige Menschen dürfen nicht zum Opfer des Anti-Terror-Kampfs werden. Damit wird nur die Grundlage für weiteren Extremismus und Terror belegt. Das Aufkommen der DAESH war eine Folge der Ereignisse in Syrien und nicht der Grund.“      

In Idlib seien Terrororganisationen wie die Haiat Tahrir asch-Scham in einigen Gebieten aktiv, aber diese würden nur einen Teil ausmachen. Beim Kampf gegen den Terror müsse auf die Zivilbevölkerung Rücksicht genommen werden. Der Kampf der Türkei gegen die DAESH und PKK liefere dafür ein gutes Beispiel, schrieb Erdoğan.



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