Erdoğan: „Türkei darf nicht für Operation in Idlib zahlen"

Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat auf ein mögliches Menschheitsdrama und Flüchtlingszustrom bei einer Operation in der syrischen Stadt Idlib aufmerksam gemacht.

Erdoğan: „Türkei darf nicht für Operation in Idlib zahlen"

Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat auf ein mögliches Menschheitsdrama und Flüchtlingszustrom bei einer Operation in der syrischen Stadt Idlib aufmerksam gemacht. „Die Türkei darf dafür nicht zahlen”, sagte Erdoğan bei seiner Bewertung des Dreiergipfels in Teheran gegenüber von Journalisten.

Staatspräsident Erdoğan war am 7. September zu einem Gipfeltreffen mit seinem iranischen und russischen Amtskollegen nach Teheran gereist. Dabei wurde die Krise in Syrien bewertet.

Auf dem Rückflug sagte Erdoğan vor Journalisten, die Betonung auf einen Waffenstillstand habe in der gemeinsamen Deklaration in einer diplomatischen Sprache Platz gefunden. Er sei fest von einer positiven Lösung im Thema Idlib überzeugt. Die Übereinkunft im Thema Waffenstillstand sei von großer Bedeutung.

Erdoğan bewertete auch ein mögliches Menschheitsdrama und Flüchtlingszustrom bei einer eventuellen Operation in Idlib. „Die Türkei darf dafür nicht zahlen“, sagte Erdoğan.  

Außerdem reagierte Erdoğan auf die Erklärung, wonach in Idlib chemische Waffen zum Einsatz kommen sollen. C-Waffen würden nur eine „faule Ausrede“ darstellen. Nach den Worten von Erdoğan sei es falsch nur auf der Bedrohung eines C-Waffeneinsatzes zu beharren und das Sterben durch konventionelle Waffen zu ignorieren. In dieser Frage komme Russland eine große Verantwortung zu, so Erdoğan.

Der Staatspräsident kritisierte die USA im Bezug auf die YPG, dem syrischen Ableger der PKK. Washington würde „die Entwicklungen in Syrien von der Tribüne aus verfolgen“. Die USA hätten ihre Versprechen im Bezug auf Manbidsch nicht eingehalten und die Terrororganisation nähre sich von Öl.

Im Bezug auf eine Zusammenarbeit mit dem syrischen Regime erklärte Erdoğan, dass dies nicht länger möglich sei.

Ferner teilte der Staatspräsident mit, dass am 14. September ein Gipfeltreffen mit Führungskräften aus Russland, Frankreich, Deutschland und der Türkei in Istanbul stattfinden wird. Außerdem kündigte Erdoğan nach seinem Deutschland-Besuch ein mögliches Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin an. Außerdem sei die Türkei zum gemeinsamen Wostok-Manöver zwischen Russland und China eingeladen worden. Details in diesem Zusammenhang gab Verteidigungsminister Hulusi Akar, der Erdoğan beim Dreiergipfel begleitet hatte. Die Einladung werde noch bewertet. Die Militärübung beginne auf dem Meer und sei von großer Bedeutung, da sie auch von den USA aus der Nähe verfolgt werden würde, sagte Akar.   



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