Staatspräsidiumssprecher Kalın: Die USA gehen das Risiko ein, die Türkei ganz zu verlieren

Staatspräsidiumssprecher Kalın: Die USA gehen das Risiko ein, die Türkei ganz zu verlieren

Staatspräsidiumssprecher Kalın: Die USA gehen das Risiko ein, die Türkei ganz zu verlieren

Der Sprecher des Staatspräsidiums, Ibrahim Kalın hat gesagt, dass die US-Führung das Risiko eingehe, die Türkei ganz zu verlieren. Kalın verfasste für die Daily Sabah einen Artikel mit der Überschrift “Zu der Krise zwischen der Türkei und den USA.”

Nach dem Putschversuch der Fetullah Terrororganisation am 15. Juli 2016 hätten viele Ökonomen prophezeit, dass der türkische Staat und die türkische Wirtschaft zugrunde gehen werden. Doch die Türkei habe diese schwarzen Tage gestärkt überstanden sowie die politische Stabilität und den wirtschaftlichen Aufschwung fortgesetzt, so Kalın.

Während es nach diesem Vorfall zwei Jahre vergangen sind, werde nach Worten von Kalın die  jüngste Krise mit der Trump-Administration wegen einem Pastor die Entschlossenheit der Türkei nicht verringern. Kalın vermerkte weiter, dass die Türkei in diesem Jahr etwa 40 Millionen Touristen erwartet. Zudem würden die Großprojekte nach Plan laufen. Dies alles sei ein Beweis dafür wie widerstandsfähig  die öffentlichen Institutionen und die türkische Wirtschaft sind. Kalın sprach auch die spekulativen Anstiege im Dollarkurs an und vermerkte in diesem Zusammenhang folgendes: „Die Türkei ist gegen Schwierigkeiten gewappnet. Eigentlich ist das Thema weit über einem Kurskrieg hinaus. Dass die Trump-Führung wegen des unter Hausarrest stehenden Pastors Andrew Brunson gegen unsere zwei Minister Sanktionen verhängt hat, führte zum Tiefpunkt bei den Beziehungen zwischen der Türkei und den USA. Die Bemühungen der türkischen Seite, das Problem auf diplomatischem Wege zu lösen, ist wegen der ideologischen und kompromisslosen Haltung der Trump-Führung beiseitegeschoben worden.“

Wie Kalın weiter verlauten ließ, sei die Türkei bei ihrer Forderung, dass ihre Sicherheitsbedenken von einem NATO-Partner ernst genommen werden, völlig im Recht. Der Sprecher des Staatspräsidiums führte weiter wie folgt aus: “Doch die USA haben die Einwände der Türkei bezüglich der Zusammenarbeit mit der syrischen Ableger der separatistischen Terrororganisation PKK, PYD/YPG nicht beachtet. Zudem haben sie keinen Schritt im Zusammenhang mit der FETÖ-Struktur in den USA gesetzt. 

Die USA würden das Risiko eingehen, die Türkei ganz zu verlieren sagte Kalın und führte weiter wie folgt aus: “Die Türkei und die Öffentlichkeit sind gegen die US-Politik, die unsere legalen Sicherheitssorgen ignoriert. Drohungen und Sanktionen gegen die Türkei werden zu nichts führen. Das führte nur dazu, dass die Türkei entschlossener wird. Es führt ferner dazu, dass die USA sowohl in der Türkei als auch international vereinsamen. Die Trump-Führung hat sich bislang mit Kanada, Mexiko, Kuba, China, Russland, NATO, Deutschland und mit vielen anderen Länder gestritten. Dieser Umstand hat dem Ansehen der USA als ein zuverlässiger Partner geschadet. Die Wahrnehmung in der Türkei ist nicht anders.“



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