Erdoğan reist in die Türkische Republik Nordzypern

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist zu einem offiziellen Besuch in die Türkische Republik Nordzypern gereist.

Erdoğan reist in die Türkische Republik Nordzypern

 

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist zu einem offiziellen Besuch in die Türkische Republik Nordzypern gereist.

Erdoğan unterstrich bei seinen Kontakten auf der Insel, dass die Zypern-Angelegenheit ein nationales Thema sei und eine gerechte sowie nachhaltige Lösung angestrebt werde.

Im Anschluss an die Aserbaidschan-Reise kam Staatspräsident Erdoğan in der Türkischen Republik Nordzypern mit Staatpräsident Mustafa Akıncı zusammen. Nach dem Zweiergespräch und dem gemeinsamen Essen traten Erdoğan und Akıncı im Staatspräsidentenpalast gemeinsam vor die Presse.

Dabei sagte Erdoğan, die Türkei werde eine ausweglose Lage der Zyperntürken nicht dulden. Außerdem werde Ankara einen Kurs der Zyperngriechen, die die Zyperntürken als eine Minderheit betrachte, nicht hinnehmen.

Zudem erinnerte Staatspräsident Erdoğan, an die Wasserzufuhr an die Türkische Republik Nordzypern durch die Türkei. Dieser Schritt sei sowohl von strategischer als auch von wirtschaftlicher Sicht von großer Bedeutung gewesen, so Erdoğan.

Für die Zukunft kündigte Erdoğan an, dass Nordzypern zu einem Anziehungspunkt im östlichen Mittelmeer verwandelt werde und das erste Ziel sei es das Nationaleinkommen pro Kopf zu verdoppeln.

Staatspräsident Erdoğan teilte ferner mit, bei dem Zweiergespräch mit Akıncı hätten sie mehrere Themen auf der Agenda und den aktuellen Stand bei den Verhandlungen zur Zypern-Frage bewertet. Bei einem Arbeitsessen kam Erdoğan auch mit dem Ministerpräsidenten Tufan Erhürman und seinem Kabinett zusammen.  

Dabei unterstrich Erdoğan, die Zypern-Angelegenheit sei eine nationale Frage und eine gerechte sowie nachhaltige Lösung sei das Ziel. Die türkische Seite sei die letzten 50 Jahre sehr um eine Lösung der Angelegenheit bemüht. Trotz sämtlicher Bemühungen sei der jüngste Vorstoß für eine Überwindung der Angelegenheit vor einem Jahr bei der Zypern-Konferenz gescheitert. Der Grund dafür sei, dass sich die zyprischgriechische Seite weiterhin als einzigen Besitzer der Insel betrachtet. Eine Partnerschaft auf der Grundlage von politischer Gleichheit und eine Teilung der politischen Macht mit Nordzypern würden die Südzyprioten ablehnen. Auch nach einem Jahr habe sich an der Auffassung der griechischen Seite nichts geändert, sagte Erdoğan.   



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