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Erdoğan: Das Ende der UN ist gekommen

Staatspräsident Erdoğan ist beim ersten Iftar-Essen des Fastenmonats Ramadan mit Familienangehörigen von Märtyrern im Staatspräsidentenkomplex zusammengekommen.

Erdoğan: Das Ende der UN ist gekommen

Staatspräsident Erdoğan ist beim ersten Iftar-Essen des Fastenmonats Ramadan mit Familienangehörigen von Märtyrern im Staatspräsidentenkomplex zusammengekommen.

In seiner Rede bewertete Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan den von Israel ausgehenden Terror im Gazastreifen und sagte, in Palästina ereigne sich „ein großes Verbrechen gegen die Menschheit“. Die einzige Schuld dieser Menschen sei es die Territorien auf denen sie seit tausenden Jahren leben zu verteidigen. Erdoğan erinnerte zudem daran, dass bei der Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem 65 Menschen ums Leben gekommen sind und über 3.000 Menschen verletzt wurden.  

Seit über einem halben Jahrhundert könnten Palästinenser, wegen den israelischen Angriffen, nicht in Frieden leben. Israel kenne auch kein Pardon vor Begriffen wie Recht, Justiz, Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Palästinenser seien erneut schwerer Qual ausgesetzt.

Die USA, die mit der Öffnung ihrer Botschaft die Beschlüsse der UN und von internationalen Einrichtungen missachtet hätten, habe die israelische Führung regelrecht erregt.  Die israelischen Soldaten würden unschuldige Palästinenser, deren einziges Ziel es sei ihre Territorien zu verteidigen, die unbewaffnet seien und keine Gewalt anwenden würden, massakrieren. Dabei würden die israelischen Soldaten auch vor Kindern, Behinderten, älteren Menschen und vor Frauen kein Halt machen. Wenn so etwas sich anderswo auf der Welt ereignen würde, dann würden sich alle internationalen Einrichtungen und Staaten erheben. Aber bei einem  Gewalteinsatz durch Israel gegen Palästinenser herrsche großes Schweigen.

Außer den Vorstößen der Türkei und den Einwänden einiger gewissenhafter westlicher Staaten herrsche große Tatenlosigkeit angesichts dieser Tragödie gegen die Völker der islamischen Geographie. Die Türkei sei auf der Seite Palästinas und auch wenn die Weltöffentlichkeit angesichts der Gewalt durch Israel wegschaue, werde Ankara sich nicht damit abfinden.

Die Türkei werde angesichts des Massakers in Gaza durch Israel, der Verstöße gegen die Justiz, Rechte und gegen die Gerechtigkeit und angesichts der verwöhnten, dreisten und unmenschlichen Haltung nicht schweigen. Eine sehr gefährliche Tür sei geöffnet worden, sagte Erdoğan.  

Die schweren Folgen des Ersten und Zweiten Weltkriegs hätten die Menschheit dazu bewogen sich um internationale Einrichtungen zu versammeln. Damit wurde Frieden, Sicherheit sowie eine auf Normen stützende Ordnung angestrebt.  Aber die Piraterie Israels bedrohe diese Ordnung und mit den jüngsten Entwicklungen würde an dem Gerüst dieses Systems gerüttelt werden. Dieses internationale System sei bereits zuvor mehreren Bewährungsproben auf dem Balkan, in mehreren Teilen Afrikas, in Somalia, im Irak und in Syrien ausgesetzt worden. Aber angesichts der Haltung bezüglich Palästinas begehe dieses internationale System regelrecht Suizid. Das Ende der Vereinten Nationen sei mit der Palästina-Haltung  gekommen, denn die UN sei für die Gewährleistung der Gerechtigkeit da, aber gegenwärtig könnten sie den UN-Generalsekretär Guterres nicht erreichen, sagte Staatspräsident Erdoğan.  



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