Erdogan gibt Interview für griechische Zeitung

Erdogan gibt Interview für griechische Zeitung

Erdogan gibt Interview für griechische Zeitung

Die Erklärungen von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan während seines Griechenland-Besuchs zwischen dem 7. und 8.Dezember finden breites Echo.  In diesem Zusammenhang veröffentlichte die auflagenstarke griechische Zeitung „To Vima“ ein Interview mit Erdogan. Im Interview beantwortet Erdogan Fragen zu den Türkei-EU-Beziehungen, zu der Fetullah Terrororganisation (FETÖ), zum Flüchtlingsproblem und Syrien sowie zu seiner Person.

Der Staatspräsident wiederholt seine Ansichten zum Lausanner Vertrag, wonach dieser Vertrag revidiert werden muss, auch im Interview mit dem griechischen Blatt. Erdogan wies in diesem Zusammenhang daraufhin, dass die Defizite im Lausanner Vertrag zu den Bestimmungen bezüglich der Minderheiten, durch gegenseitiges Verständnis wettgemacht werden können. Er habe seinem griechischen Amtskollegen Prokopis Pavlopoulos und dem Premier Alexis Tsipras gegenüber die Probleme hinsichtlich der Anerkennung der nationalen Identität von Westthrazien-Türken  und bezüglich der Bildungs- und Religionsfreiheit zum Ausdruck gebracht.

Der Staatspräsident sagte zum Zypern-Problem, dass die Inselgriechen Zypern immer noch wie eine griechische Insel sehen. Erdogan führte weiter wie folgt aus: „Ihre diesbezüglichen Träume werden niemals wahr werden. Die Zyperntürken werden auf der Insel als gleichberechtigte Teilhaber niemals wie sie es sich die Inselgriechen wünschen, eine Minderheit werden. Wenn sie nicht einlenken und die politische Gleichberechtigung von Zyperntürken akzeptieren, werden die Verhandlungen für eine Lösung niemals zu einem Ergebnis führen.“

In seiner Bewertung der Beziehungen zwischen der Türkei und EU sagte Erdogan folgendes: „Die Vollmitgliedschaft wird weiterhin unser strategisches Ziel sein. Das Szenario einer privilegierten Partnerschaft hat für uns überhaupt keine Gültigkeit. Trotz der doppelten Standards der EU, arbeiten wir aufrichtig und sorgfältig für den EU-Beitritt.“

Erdogan sprach auch die Syrien-Angelegenheit an und vermerkte in diesem Zusammenhang, man werde niemals erlauben, dass der syrische Ableger der Terrororganisation PKK, PYD/YPG einen Terrorkorridor bildet.

Erdogan führte weiter wie folgt aus: „PYD-YPG können nicht mit den syrischen Kurden gleich bewertet werden. Keine Terrororganisation, kann der Vertreter einer bestimmten Volksgruppe sein. Die syrische Kurden haben politische Vertreter, die sich ohne in den Terror zu verwickelt haben, legale Politik betreiben.“

Erdogan sagte zu seinem Stil als Staatsmann folgendes: „

„Es sind Mut und Entschlossenheit erforderlich. Wenn die Türkei keinen entschlossenen Staatschef hätte, wie wollte dann die EU den Flüchtlingsstrom stoppen. Zudem sind Initiative, Verbundenheit an Werte und Menschlichkeit erforderlich.“

Der Staatspräsident setzte seine Worte wie folgt fort: „Unser Volk, die Parteien und Medien wiedersetzten sich gegen den Putschversuch der Fetullah Terrororganisation vom 15. Juli. Unser Volk hat seinen Staatschef und Staat geschützt. Es gibt keine größere Ehre und keinen größeren Stolz. Wir wollen, dass die befreundeten Länder das verstehen. Und aus all diesen Gründen, würdigt mein Volk seinen Staatsmann.“



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