Außerordentliches OIC-Treffen

Presseerkonferenz von Ibrahim Kalın zum Thema "Jerusalem".

Außerordentliches OIC-Treffen

Nach Angaben des Sprechers des Staatspräsidiums, Ibrahim Kalın, wird der Ausruf von Jerusalem zur Hauptstadt von Israel, im Zusammenhang mit der Geschichte, Religion und des rechtlichen Status von Jerusalem ein fataler Fehler sein.

Auf seiner Pressekonferenz sagte Kalın, die USA würden mit der Anerkennung von Jerusalem als israelische Hauptstadt gegen das internationale Recht verstoßen.

“Jerusalem ist unsere Ehre, unsere gemeinsame Sache und wie Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan gestern schon zum Ausdruck gebracht hat, unsere rote Linie.

Neben historischen, geistlichen und juristischen Anliegen muss auch der Status von Jerusalem gewahrt werden. Es gibt Schritte, die man setzen sollte, um zu verhindern, Jerusalem als Eigentum von Israel darzustellen. Dieser fatale Fehler wird den sowieso zerbrechlichen Nahost-Friedensprozess völlig zum Scheitern bringen. Daher rufen wir die USA auf, unverzüglich von diesem Fehler einzulenken.”

Staatspräsident Erdoğan habe mit Staats- und Regierungschefs von zahlreichen islamischen Staaten, darunter auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, sowie den Staats- und Regierungschefs von Malaysia, Tunesien, des Iran, von Katar, Saudi-Arabien, Pakistan und Indonesien geführt. Die Telefon-Diplomatie werde weiter anhalten.

Heute seien die Mitglieder der Organisation für Islamische Zusammenarbeit, OIC zu einer außerordentlichen Tagung aufgerufen worden, um im Zusammenhang mit dem Status von Jerusalem gemeinsam und koordiniert zu handeln. Die OIC-Tagung werde am 13. Dezember in Istanbul unter Vorsitz von Staatspräsident Erdoğan stattfinden. Es  sei von großer Bedeutung, dass die islamischen Staaten in Einheit vorgehen.

Dieses Thema sei nicht nur eine Angelegenheit von Palästina und Nahost, sondern verwandle sich zu einem globalen Konflikt. Es handle sich um eine Angelegenheit der Gerechtigkeit. So etwas könne keineswegs geduldet werden. Man werde gemeinsam darüber entscheiden, welche Schritte unternommen werden. Es sei von lebenswichtiger Bedeutung, dass sich alle christlichen und jüdischen Gruppen, die sich für einen Frieden einsetzen, sich darum bemühen, von diesem großen Fehler einzulenken.  



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