Weder als Minderheit, noch als 82. Provinz der Türkei

Kontakte von Akinci in Großbritannien

Weder als Minderheit, noch als 82. Provinz der Türkei

Die Inseltürken wollen weder einen Status als Minderheit, noch als die 82. Provinz der Türkei.

Der Präsident der Türkischen Republik Nordzypern Mustafa Akinci kam in London mit Vertretern von inseltürkischen Nichtregierungsorganisationen und Inseltürken zusammen. Akinci bewertete in seiner Rede die jüngsten politischen Entwicklungen in der Zypern-Frage.  Heute sei es viel schwieriger geworden, die Zypern-Frage zu lösen als im Jahre 2004. Die inselgriechische Seite müsse ihre Einstellung ändern.

Die Inseltürken wollten nicht als eine Minderheit in einem inselgriechischen Unitär-Staat lebe. Gleichzeitig seien die Inseltürken auch dagegen, dass die Türkische Republik Nordzypern die 82. Provinz der Türkei wird. Entweder müssten alle als gleichberechtigt unter einem Dach oder unter zwei Dächern leben. Akinci sprach auch von einer Phobie der Inselgriechen, nämlich auf internationalen Plattformen die Türkische Republik Nordzypern nicht zu erkennen. Ziel sei es dabei, die Banden zwischen der Türkei und der Türkischen Republik Nordzypern zu brechen.

Bei seinem Treffen mit britischen Parlamentariern, seien ihm Fragen zu diesen Themen gestellt worden. Die Inselgriechen müssten ihre Einstellung ändern. Sie wollten die Befugnisse nicht teilen. Dieser Status quo habe sich in den vergangenen Jahren weiter verhärtet. Auf einer Seite seien die Inselgriechen, die seit 1963 den Staat, den offiziell Anerkannten Staat für sich beansprucht. Die Inselgriechen wollten diese Republik nicht mit den Inseltürken teilen und eine föderale Struktur umwandeln. Auch in der Türkischen Republik Nordzypern herrsche ein Status Quo. Die Inseltürken wollten die Territorien, die sie 1974 erobert haben, nicht zurückgeben. Er sei in ein politisches Risiko eingegangen und habe Schritte unternommen. Er habe sich bereit erklärt, 29,2Prozent des Bodens zu akzeptieren. Sie hätten geglaubt, dass die Türkei sich nicht mehr mit Zypern beschäftigt. Doch dies sei unmöglich.

Die seit 50 Jahren geführten Gespräche müssten in Zukunft Ergebnisorientiert und unter Zeitdruck geführt werden.

Die Inseltürken lehnten ergebnislose Zypern-Gespräche für weitere 50 Jahre ab.



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