Erdoğan schließt Kontakte in Teheran ab

Gemeinsame Pressekonferenz von Erdoğan und Ruhani.

Erdoğan schließt Kontakte in Teheran ab

Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan und die ihn begleitende Delegation haben ihre Kontakte im Iran abgeschlossen.

Nach Abschluss der Gespräche gaben Erdoğan und sein iranischer Amtskollege Hassan Ruhani eine gemeinsame Pressekonferenz.

Im Zusammenhang mit dem Unabhängigkeitsreferendum der irakisch-kurdischen Regionalverwaltung vom 25. September sagte Ergoğan, dieses Referendum sei nur von Israel anerkannt worden. Eine mit Mossad am Verhandlungstisch getroffene Entscheidung könne nicht legitim sein.

Bei den Gesprächen mit Ruhani seien regionale Themen auf die Tagesordnung gekommen. An erster Stelle der Tagesordnung befinde sich der Konflikt im Irak. Dieser Schritt werde nach Ansicht von Erdoğan die irakisch-kurdische Regionalverwaltung isolieren und vereinsamen. Die Entschlossenheit des Iran und der Türkei in diesem Thema sei bekannt. Der Ansprechpartner im Irak sei die irakische Zentralregierung und dieses Referendum werde auf jeden Fall als illegitim betrachtet.

Die Türkei und der Iran würden der im Rahmen des Astana-Prozess festgelegten kampfreien Zone große Bedeutung beimessen.

Ferner sei beschlossen worden, die wirtschaftlichen Beziehungen mit einheimischer Währung zu verwirklichen, um sich vom Druck der Devisenkurse zu befreien.

Die Funktionäre der Zentralbanken beider Länder würden in den kommenden Wochen zusammentreffen und ein Abkommen unterzeichnen. Somit werde auch die Öffnung von Filialen von türkischen Banken im Iran und iranischen Baken in der Türkei möglich werden.

Nach Angaben von Gastgeber Hassan Ruhani seien die Gespräche produktiv gewesen. Hauptziel sei die Gewährleistung eines dauerhaften Friedens und einer dauerhaften Stabilität in der Region. Beide Länder hätten erneut zum Ausdruck gebracht, dass sie für die Wahrung der territorialen Landesintegrität des Irak und Syriens seien.

Der Iran sei bereit, Investitionen in der Türkei zu verwirklichen. Die iranische Seite werde türkischen Unternehmern die erforderliche Unterstützung gewährleisten.

Als Ziel sei ein Handelsvolumen in Höhe von 30 Milliarden Dollar gesetzt worden. Die Grenzübergänge würden durchlaufend offen sein.

Zwischen dem Iran wurden vor allem im Energiebereich, eine Reihe von Abkommen unterzeichnet.



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