Sondersitzung im Parlament zum 15. Juli

Am ersten Jahrestag des Putschversuchs der gülenistischen Terrorvereinigung (FETÖ) am 15. Juli wurde eine Sondersitzung im Parlament abgehalten.

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Am ersten Jahrestag des Putschversuchs der gülenistischen Terrorvereinigung (FETÖ) am 15. Juli wurde eine Sondersitzung im Parlament abgehalten.

Parlamentspräsident İsmail Kahraman sagte, die Ära des Putschs in der Türkei sei besiegelt. Putschs würden der Vergangenheit angehören. Die Türkei brauche keinen Putsch mehr zu fürchten. Keine Bewegung, die vom Volk nicht angenommen werde, könne zum Erfolg führen. Den Kreisen, die das Szenario des Putschversuchs ausgearbeitet hätten, sei der Appetit vergangen.

Ministerpräsident Binali Yıldırım sagte, in der Nacht des Putschversuchs hätten Millionen Menschen die türkische Fahne beschützt und einen zweiten Befreiungskampf geliefert. Genau ein Jahr sei nach der finsteren und längsten Nacht der Türkei verstrichen. Der morgige Tag sei erleuchtet und von feindlicher Besatzung befreit gewesen. Das verdanke die Türkei den 250 heldenhaften Märtyrern, den 2.193 Veteranen und dem Parlament.   

Am 15. Juli hätten die verrückten Türken die Panzer besiegt. Am 15. Juli habe das türkische Volk mit bloßen Händen die Waffen der Besatzungsmächte "zum Schmelzen" gebracht. Mit dem Aufruf von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hätten in der Nacht des 15. Juli Millionen Bürger einen zweiten Befreiungskampf eingeleitet, sagte Yıldırım.

Der Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kılıçdaroğlu, bewertete die FETÖ als eine der blutrünstigsten und hinterhältigsten Terrororganisationen der Welt. Das Scheitern des Putschversuchs sei dem Volk zu verdanken, die sich für die Demokratie eingesetzt habe.

Der Vorsitzende der Nationalistischen Bewegungspartei (MHP), Devlet Bahçeli, machte auf die Bedeutung der Einheit und Gemeinschaft aufmerksam. Ein Schlag der sich gegen den Staat und  das Volk richte könne nicht verzeiht werden, sagte Bahçeli.



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