Darauf muss man achten beim Großen Preis der USA

Es kann ein großes Spektakel werden. Vieles spricht für die vorzeitige Krönung von Lewis Hamilton. Sebastian Vettel braucht einen Top-Start und eine Top-Taktik, dann kann er die WM-Entscheidung beim US-Rennen der Formel 1 aber verhindern.

Darauf muss man achten beim Großen Preis der USA

Austin (dpa) - 308,405 Kilometer bis zur Krönung? Lewis Hamilton hat die optimale Vorarbeit geleistet und wird wie bei seinen Siegen 2016 und 2017 von der Pole Position aus in den Großen Preis der USA starten. Gewinnt er wieder, muss sein deutscher WM-Verfolger Sebastian Vettel Zweiter werden, um die Entscheidung in der Formel-1-Saison bereits an diesem Sonntag  zu verhindern.

In der Qualifikation gelang Vettel Rang zwei, starten muss er in Austin aber aus der dritten Reihe. Eine Strafe wegen zu schnellen Fahrens während einer Rotphase beim Training am Freitag könnte Vettels ohnehin äußerst heikle Mission entscheidend stören. Er muss von Rang fünf starten.

DIE ERSTEN DREI REIHEN

Zwischen Vettel und Hamilton werden in der Startaufstellung noch der finnische Teamkollege des deutschen Ferrari-Stars, Kimi Räikkönen (2.), der finnische Teamkollege des britischen WM-Spitzenreiters, Valtteri Bottas (3.) und der Australier Daniel Ricciardo (4.) stehen. Immerhin ist dessen niederländischer Teampartner Max Verstappen, mit dem Vettel im Verlauf dieser Saison mehr als einmal kollidierte nach einem Defekt in der Qualifikation (15.) zunächst außer Reichweite.

KURVE EINS

Sie ist breit, es kann aber auch eng werden. 2015 entschied Hamilton an dieser Stelle schon mal eine WM für sich, damals von Startplatz zwei im Teamduell gegen Polemann Nico Rosberg. Hamilton wird alles versuchen, um seine 81. Karrierepole auf dem Bergaufstück zum Linksknick zu verteidigen. Unter Druck kann ihn aber Vettels Teamkollege Räikkönen setzen, er rückte durch die Vettel-Strafe in die erste Startreihe neben Hamilton vor. Er wird innen starten, die Pole ist außen, was dem Zweitplatzierten beim Einbiegen in Kurve eins durchaus Chancen ermöglicht, wie Hamilton vor drei Jahren seinerseits bewiesen hatte. Dahinter wird wiederum Bottas im zweiten Mercedes versuchen, sich vor Räikkönen zu drängen, um Hamilton auf dem Weg zum Titel Geleitschutz zu geben.

DIE TAKTIK

Ferrari wird alles versuchen müssen, Hamilton unter Druck zu setzen. Die richtige Strategie könnte zum Erfolg führen. Nur welche ist die richtige Strategie? Auch hier hängt viel vom Startverlauf ab und auf welchen Positionen Hamilton und Vettel in die spektakulären und megaschnellen Kurvenkombinationen einbiegen. Ein früherer Boxenstopp als der Rivale, der sogenannte Undercut, ist immer eine Option.

DER VIRTUELLE WM-STAND

Bei der Konstellation wie am Start wäre Hamilton Weltmeister. Er könnte sich beim US-Rennen sogar Platz zwei leisten, bliebe Vettel Fünfter. Das Rennen könnte also auch zu einem Rechenspiel werden, denn Hamilton wird Weltmeister, wenn er gewinnt und Vettel höchstens Dritter wird, wenn er Zweiter wird und Vettel höchstens Fünfter, wenn er Dritter wird und Vettel höchstens Siebter, wenn er Vierter wird und Vettel höchstens Achter, wenn er Fünfter wird und Vettel höchstens Neunter oder wenn er Sechster wird und Vettel keine Punkte holt.

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