FIFA und Europarat wollen Menschenrechte im Sport gemeinsam fördern

Der Fußball-Weltverband FIFA und der Europarat in Straßburg wollen in Menschenrechtsfragen enger zusammenarbeiten.

FIFA und Europarat wollen Menschenrechte im Sport gemeinsam fördern

Straßburg (dpa) - Der Fußball-Weltverband FIFA und der Europarat in Straßburg wollen in Menschenrechtsfragen enger zusammenarbeiten. FIFA-Chef Gianni Infantino und der Generalsekretär des Europarats, Thorbjørn Jagland, einigten sich am Mittwoch darauf, bis Ende des Jahres eine entsprechende Absichtserklärung zu erarbeiten, wie ein Sprecher des Europarats mitteilte. Infantino besuchte am Mittwoch die Straßburger Organisation.

«Mir scheint klar zu sein, dass die FIFA und der Europarat viele gemeinsame Ziele verfolgen», sagte er laut einer Mitteilung. Wichtig seien bei der Zusammenarbeit unter anderem der Kampf gegen Doping, Wettbetrug und Fangewalt. Die FIFA mit ihren 211 Fußball-Nationalverbänden könne dazu beitragen, dass künftig mehr Länder auch außerhalb Europas die Menschenrechtskonventionen der Straßburger Organisation anwenden, sagte ein FIFA-Sprecher.

Die FIFA selbst steht wegen der Vergabe der beiden kommenden Fußball-Weltmeisterschaften in Russland und Katar in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen beklagen, dass in beiden Ländern Arbeiter beim Bau der Stadien ausgebeutet würden. Menschenrechtsverletzungen in Russland seien am Mittwoch nicht thematisiert worden, sagte ein FIFA-Sprecher.



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