Ende des Rettungsprogramms für Griechenland

Brüssel leitet verstärkte Überwachung Athens nach Programmende ein.

Ende des Rettungsprogramms für Griechenland

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission hat offiziell eine verstärkte wirtschaftspolitische Überwachung Griechenlands nach Ende des Rettungsprogramms im August auf den Weg gebracht. Ab 21. August werde alle drei Monate die Entwicklung in Athen überprüft, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, teilte die Brüsseler Behörde mit. Sie stützt sich dabei auf die Entscheidung der Euro-Finanzminister, das dritte Hilfsprogramm für Griechenland am 20. August wie geplant enden zu lassen.

An der sogenannten verstärkten Überwachung sollen zudem die Europäische Zentralbank (EZB), der Euro-Rettungsschirm ESM und gegebenenfalls der Internationale Währungsfonds (IWF) beteiligt sein. Wirtschaftspolitische Überwachungen nach dem Ende von Euro-Rettungsprogramme sind üblich. Da die griechische Krise jedoch außergewöhnlich lang und schwer war, fallen die Maßnahmen hier stärker aus.

Das hoch verschuldete Euroland war seit 2010 auf internationale Hilfskredite angewiesen, mit denen es vor der Pleite bewahrt wurde. Im noch laufenden Rettungsprogramm waren seit 2015 bis zu 86 Milliarden Euro verfügbar. Im Gegenzug musste Athen strikte Spar- und Reformmaßnahmen umsetzen. Nach Ende des Hilfsprogramms muss Griechenland sich wieder selbst finanzieren.



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