Österreich schließt Moscheen - Reaktionen

Stimmen gegen die Entscheidung der österreichischen Regierung

Österreich schließt Moscheen - Reaktionen

Nichtstaatliche Organisationen und Vertreter von Religionsgemeinschaften sowie Schriftsteller in Österreich haben die Entscheidung der österreichischen Regierung zur Schließung von Moscheen und Ausweisung von Moschee-Imamen verurteilt. Gestern wurden 7 Moschee, einer davon eine türkische, geschlossen. Ferner wurde die Annullierung der Aufenthaltsgenehmigungen von Imamen der Österreichisch Türkisch-Islamischen Kultur und Sozial Hilfsunion (ATIB), die dem Präsidium für Religionsangelegenheiten angeschlossen ist, angekündigt.

ATİB-Sprecher Yaşar Ersoy sagte, die Regierung habe bezüglich der Schließung der Moscheen der Öffentlichkeit keine zufriedenstellenden Informationen veröffentlicht. Die vollständige Schließung der Moscheen sei keine richtige Haltung. Schriftsteller und Journalist Wilhelm Langthaler verurteilte die Schließung von 7 Moscheen mit den Worten, die Regierung sei Vorreiter einer Kampagne gegen Muslime. Weiter sagte Langthaler, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache würden gegen die Muslime im Land eine Hasspolitik betreiben. Sie würden eine Religion, die ein Teil Österreichs ist, systematisch diffamieren und antimuslimische Kampagne fördern. Die Medien in Österreich  würden der Kampagne der Regierung mit ihrer Art von Berichterstattung einen Beitrag leisten. Die Entscheidung der Regierung sei inakzeptabel, er wolle in einer demokratischen Gesellschaft leben, in der die Religionsfreiheit praktiziert wird, sagte Langthaler ferner.     


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