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Bürgermeister von Saloniki wegen "Lob an Atatürk" angegriffen

Bürgermeister von Saloniki wegen "Lob an Atatürk" angegriffen

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Im Zusammenhang mit den rassistischen Angriffen auf den Bürgermeister von Saloniki, Yiannis Boutaris sind vier Personen festgenommen worden. Sie werden heute vor dem Haftrichter vorgeführt. Während einer Protestaktion anlässlich des „angeblichen Massakers an den Pontos-Griechen zum 19. Mai“  wurde der Bürgermeister von Saloniki, der für seine lobende Worte an den Gründer der Türkischen Republik, Mustafa Kemal Atatürk bekannt ist, von rechtsextremen Griechen angegriffen. Der 75-Jährige wurde erst verbal attackiert danach ausgebuht. Danach wurde er dazu gedrängt den Versammlungssaal zu verlassen. Der Bürgermeister wurde von der rechtsextremen Gruppe dermaßen zugerichtet, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nach seiner Behandlung wurde der Bürgermeister aus dem Krankenhaus entlassen. Zum Vorfall sagte der Bürgermeister folgendes: „Es war ein fürchterlicher Moment. Die Täter sind nicht vom Volk. Es sind Faschisten.“

Unterdessen sagte der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras, dass dieser Angriff auf die Kappe der rechtsradikalen Banditen zurückgeht. Sie werden zu Rechenschaft gezogen werden, so Tsipras weiter.

Die Rassisten in Griechenland twitterten nach dem Vorfall folgendes: “So sieht das Ende eines Verräters aus.”

Boutaris hatte vor zwei Jahren vorgeschlagen, die Straße, auf der sich das Geburtshaus von Mustafa Kemal Atatürk befindet, nach dem Gründer der Türkischen Republik zu benennen. Boutaris misst der türkisch-griechischen Freundschaft große Bedeutung bei und bezeichnet die Türken als seine Schwestern und Brüdern.



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