Wohnausbrand in Frankreich: Erste Hinweise deuten auf Fremdverschulden hin

Der Wohnhausbrand im französischen Mulhouse, bei dem fünf Menschen, darunter drei Türken ums Leben kamen, ist höchstwahrscheinlich durch Fremdverschulden ausgebrochen.

Wohnausbrand in Frankreich: Erste Hinweise deuten auf Fremdverschulden hin

Der Wohnhausbrand im französischen Mulhouse, bei dem fünf Menschen, darunter drei Türken ums Leben kamen, ist höchstwahrscheinlich durch Fremdverschulden ausgebrochen. Nach Angaben des ermittelnden Staatsanwalts Dominique Alzeari deuten erste Hinweise auf Brandstiftung hin. In diesem Zusammenhang wurde ein Verdächtiger festgenommen. Es herrscht indes zwischen den Bewohnern des Wohnhauses, der Staatsanwaltschaft und der Stadtverwaltung zu Muhouse eine Polemik. Während die Staatsanwaltshaft und die Stadt behaupten, dass die Feuerwehr sechs Minuten nach Notruf am Unglücksort eingetroffen ist, kam die Feuerwehr nach Zeugenangaben erst nach 40 Minuten zum Einsatzort. Die im Unglückshaus wohnenden Türken meinen, dass die Stromkabel seit 20 Jahren nicht ausgetauscht und keine Restaurationen vorgenommen wurden. Doch die Staatsanwaltschaft behauptet, dass das in den 50’er Jahren gebaute Gebäude regelmäßig kontrolliert wurde und bislang keine Beschwerden eingegangen sind. Das Haus habe den Sicherheitsnormen entsprochen. Da im Gebäude und im Viertel viele Türken leben, reiste der Generalkonsul der Türkischen Republik in Straßburg zum Unglücksort und informierte sich bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Unterdessen hat Ankara zur Verfolgung der Ermittlungen zum Brand einen Funktionär vom Amt für Auslandstürken und Verwandte Volksgruppen beauftragt. Auch der Minister für Kultur und Tourismus, Numan Kurtulmuş ist Vorort.



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