In Deutschland lebende Türken, Muslime und die Türkei fühlen sich beleidigt

Erklärung des Diyanet-Vorsitzenden zu den Vorwürfen in Deutschland.

In Deutschland lebende Türken, Muslime und die Türkei fühlen sich beleidigt

Nach Angaben des Vorsitzenden des Präsidiums für Religionsangelegenheiten, Prof. Dr. Mehmet Görmez hat die Durchsuchung der Wohnungen von vier Religionsbeauftragten in Deutschland, die in diesem Land lebenden Türken, Muslime und die Türkei beleidigt.

Auf seiner Pressekonferenz betonte Görmez, die Aktivitäten der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion, DITIB in Deutschland sei nicht für Muslime, sondern auf für Nichtmuslime sehr wichtig. Sie hätten niemals zugelassen, dass ein Religionsbeauftragter illegale Aktivitäten führt, die nicht zu seinem Aufgabenbereich gehören. Es sei inakzeptabel, dass sogar zwei Tage nach der Erklärung des Verfassungsschutzes, wonach kein Spionageverdacht vorhanden sei, die Wohnungen der Imame durchsucht werden.

Görmez sagte weiter, „Trotz unserer Reaktionen wurde die Verleumdung fortgesetzt. All diese Beschuldigungen sind unannehmbar."

Diyanet stehe seit über 40 Jahren im Dienst der in Europa lebenden türkischen Bürger. Die Religionsdienstleistungen würden im Rahmen von Verträgen verwirklicht.

Die Zusammenarbeit zwischen Diyanet und DITIB verfüge über einen Charakter, der auch als türkisch-deutsches Modell bezeichnet werden könne.

In Betracht auf die bevorstehenden Wahlen in verschiedenen europäischen Ländern könnten solche Polemiken als natürliche Entwicklung betrachtet werden.

Wie die Atmosphäre der Wahlen aussehen möge, dürfe man besonders die Religion, der Politik und den politischen Polemiken nicht aufopfern. Diese Religion sei der Islam. Es sei unannehmbar, Islamphobie zu einem Mittel des politischen Wettbewerbs zu machen. Die jüngsten Entwicklungen hätten Diyanet beleidigt. DITIB sei keine einfache Einrichtung. Diese Anstalt sei das Augenmerk von mehreren Millionen Menschen.

Die jüngsten Entwicklungen hätten nicht nur Diyanet, sondern auch die Religion und die Religionsbeauftragten beleidigt, die als Wegweiser im Dienste des Glaubens und der Moral stehen. Es sei ihre größte Sorge, dass die in mehr als 40 Jahren errungenen Gewinne für nichtig erklärt werden und die jüngsten Ereignisse negative Spuren auf den in Europa lebenden türkischen Bürgern und den Muslimen hinterlassen, erklärte Diyanet-Vorsitzender Prof. Dr. Mehmet Görmez.



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